YouTube Videos dürfen (vielleicht) in Webseiten eingebettet werden

BGH zu YouTube: Der Bundesgerichtshof hält das einbetten von YouTube Videos auf Webseiten zwar grundsätzlich für zulässig, da nach einem Upload selber entschieden werden kann, ob das Framing für das jeweilige Video möglich sein soll oder nicht. Bevor Ihr jetzt aber wie verrückt fremde Inhalte über YouTube in Eurem Blog oder auf Webseiten einbettet, muss leider noch der Europäische Gerichtshof entscheiden, da in der Europäischen Union nationales Recht ja leider keine wirkliche Bedeutung mehr hat…

Nach wie vor dürfte es problematisch sein, ein YouTube Video zu verwenden, wenn der eigentliche Uploader nicht die Rechte am Bildmaterial hat wenn z.B. Person X ein Musikvideo oder einen TV-Bericht auf YouTube hochlädt, ohne selbst der Rechteinhaber des Videomaterials zu sein.

BGH Entscheidung zum Teilen von Videos ist kein Freifahrtschein

Auch wenn das heute veröffentlichte Urteil des Bundesgerichtshofs zum Framing die Rechte der Netzgemeinde stärkt und hoffentlich ein deutliches Signal an den Gerichtshof der Europäischen Union ist, sollte beim Einbetten von Youtube Videos noch Vorsicht geboten sein, damit euch keine unnötige Abmahnung ins Haus flattert.


“…Bundesgerichtshof legt dem Gerichtshof der Europäischen Union Frage zur urheberrechtlichen Zulässigkeit des “Framing” vor: Der u.a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat dem Gerichtshof der Europäischen Union die Frage vorgelegt, ob der Betreiber einer Internetseite eine Urheberrechtsverletzung begeht, wenn er urheberrechtlich geschützte Inhalte, die auf anderen Internetseiten öffentlich zugänglich sind, im Wege des “Framing” in seine eigene Internetseite einbindet…” (Quelle: Aktenzeichen I ZR 46/12)

Warten wir also ab, was der Europäische Gerichtshof zu dieser Problematik sagt, denn die gegenwärtige Grauzone ist in gar keinem Fall hinnehmbar… Hoffentlich reagieren die Richter in Luxemburg schnell, denn erst dann kann das BGH ein verbindliches Urteil sprechen und auch erst dann gibt es (hoffentlich) eine wirkliche Rechtssicherheit zu diesem Thema


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