Urteil gegen Apple: Garantie bei Produktmangel völlig unzulänglich

Apples verkürzte Garantie vor Gericht: Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat erfolgreich gegen den Apple Konzern geklagt, denn das Landgericht Berlin hat 16 Klauseln einer Herstellergarantie, die Apple für seine Produkte verwendete, für unzulässig erklärt. Apple hatte die Garantiebedingungen zwar inzwischen geändert, wollte aber hierzu bisher nicht die geforderte Unterlassungserklärung abgeben. Apple hatte für seine Produkte bisher nur eine einjährige Garantie für Material- und Herstellungsfehler gewährt und somit gegen geltende Gesetze verstoßen, nach denen in der Europäischen Union ein Verkäufer 24 Monate lang für Produktmängel zu haften hat.

Laut Gesetz haftet ein Verkäufer zwei Jahre für Produktmängel

Für Produktmängel wollte der Konzern sogar nur haften, sofern die Geräte “normal” und nach “veröffentlichten Richtlinien” genutzt wurden, ohne jedoch diese “Richtlinien” näher zu erläutern. Das Urteil gegen die bisherige Praxis der Apple Garantie findet Ihr hier als PDF zum Download.

Apple Garantie unzulässig


Nicht einmal für Dellen und Kratzer an iPhone und anderen neuen Geräten wollte Apple laut den eigenen Garantiebedingungen einstehen, sofern diese offensichtlichen Mängel “die Funktion des Produktes nicht beeinträchtigen und sich nicht wesentlich nachteilig auf die Nutzung auswirken”.

Siehe hierzu die Berichtersattung beim Bundesverband der Verbraucherzentralen unter vzbv.de und die wichtigsten Fragen zum Thema Gewährleistungsrecht hat die Verbraucherzentrale hier als PDF zum Download zur Verfügung gestellt. Die Richter am Landgericht Berlin schlossen sich der Auffassung der Verbraucherzentrale an, dass diese und weitere Klauseln die Käufer unangemessen benachteiligen, aber das Urteil gegen Apple ist noch nicht rechtskräftig.


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