Telekom überwacht Handy- und Festnetz: Kündigungen für Vieltelefonierer?


Telefonkontrolle der Telekom: Wenn die aktuellen Meldungen zur internen von Kunden der Deutschen Telekom stimmen, so könnten nach der Telekom DSL Drosselung schon bald die nächsten Einschränkungen in Haus stehen, denn nach einem Bericht der Wirtschaftswoche beschäftigt die Telekom eine eigene Ermittlergruppe im Bereich Konzernsicherheit, welche alle Telefonate im Bereich und Mobilfunk überwacht und alle Verbindungsdaten der Kunden protokolliert und entsprechend auswertet.

Bei der automatisierten Überprüfung der Verbindungen soll unter anderem festgestellt werden, ob einzelne Kunden ihre Flatrates missbrauchen und sogenannte “unwirtschaftliche Kunden” aufgespürt werden, welche durch die reguläre Nutzung ihrer Verträge für die Telekom höhere Kosten verursachen, als mit den monatlichen Grundgebühren der Festnetz- und Mobilfunkverträge eingenommen wird.

Will die Telekom unwirtschaftliche Kunden mit -Tarifen loswerden?

Telekom Überwachung und Flatrate Kündigung?Wenn die Vorwürfe der Wirtschaftwoche stimmen, so könnte die Telekom demnächst dazu übergehen, die Vertragsklauseln entsprechend zu ändern, welche dann es ermöglichen würden, eben diese “unwirtschaftlichen Kunden” in einen teureren Vertrag zu drängen, oder eben einfach zu kündigen.


Die vollständige Überwachung der eigenen Kunden dient nach Angaben der Telekom jedoch nur dazu, um Hacker und Kriminelle aufzuspüren, welche beispielsweise mit betrügerischen Rufumleitungen zu teuren Servicenummern im Ausland in manipulierten Telefonanlagen viel Geld verdienen oder um die angeblich missbräuchliche Nutzung von Flatrates für lange Anrufe in Länder wie Guinea oder São Tomé.

Weichen Kunden der Telekom erheblich von der Norm eines (wie auch immer definierten) Durchschnittstelefonierers ab, so schlage das interne Überwachungssystem Alarm und die Ermittlergruppe Konzernsicherheit beginnt mit der Überprüfung der verdächtigen Kunden, was angeblich im letzten Jahr einen Schaden von etwa 200 Millionen Euro verhindert habe… Detailliertere Angaben wurden im Artikel der Wirtschaftswoche leider nicht gemacht, aber hier wird sich in den kommenden Tagen sicherlich einiges bewegen, denn sollten die hier beschriebenen Vorwürfe tatsächlich stimmen, wäre dies ein erneuter heftiger Imageschaden für die Telekom.


Die Deutsche Telekom hat den Vorwürfen der Wirtschaftswoche  zur Überwachung ihrer Kunden natürlich widersprochen, weist alle erhobenen Beschuldigungen energisch als “völliger Unsinn” zurück und betonte, dass die fortlaufend gesammelten Verbindungsdaten von Telekom-Kunden derzeit nicht gegen Vieltelefonierer verwendet werden – Mal sehen, was da in den nächsten Tagen noch so nachkommt…

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