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Telekom blockiert mutwillig Mitbewerber?

Die Deutsche Telekom (kurz: DTAG) soll ja angeblich nicht überall für Kulanz und schnelle Auftragsbearbeitung bekannt und beliebt sein, und angeblich gäbe es den einen oder andern Kunden des Ex-Monopolisten, der ausschliesslich aufgrund dieses Verhaltens zu einem anderen Anbieter gewechselt sein sollte… Mittlerweile häufen sich aber gerade im Breitbandbereich die Beschwerden der Mitbewerber, die offensichtlich absichtlich von der Telekom ausgebremst werden, wodurch natürlich der Endkunde sauer wird und dann vielleicht ja doch nicht von der DTAG zu dem Anbieter seiner Wahl wechselt – Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – und diese Vorwürfe wurden von der Telekom bisher auch immer abgestritten. Nun aber mal ein ganz öffentlich gemachter Vorwurf der gebeutelten Mitbewerber, den ich gerade auf Golem.de fand:

“DSL-Anbieter wettern gegen die Telekom: Um die Konkurrenz auszubremsen, soll die Telekom die Umstellung von Telefonanschlüssen absichtlich verzögern. Während früher ein Zugang über die letzte Meile, die allein in Händen der Telekom liegt, binnen weniger Tage für die Konkurrenz freigeschaltet war, soll die Übergabe inzwischen bis zu drei Monate dauern. Arcor denkt über Schadensersatzforderungen nach. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, klagen QSC, Hansenet und Arcor über Auftragsstau. “Seit einigen Wochen steigt die Kurve verzögerter Anschlüsse deutlich”, behauptet Arcor-Chef Harald Stöber. Und Harald Rösch von Hansenet fügt hinzu: “Insbesondere in Berlin kommt es zu Engpässen.”


Mitbewerber wettern gegen die Telekom

Wie geil ist das denn? Meiner Meinung nach könnte es ja eventuell eine Idee sein, wenn sich alle Anbieter einmal zusammensetzen würden und eine GEMEINSAME Strategie entwickeln… DANN gibt es vielleicht eine wirkliche Liberalisierung und der Kuchen ist schliesslich noch groß genug für alle oder?


2 Antworten

  1. zebulon sagt:

    Es stimmt. Habe gerade den Fall einer Bekannten, die nun mit ARCOR einen Vertrag gemacht hat, nachdem die TELEKOM sie ein Call-Center zu einer Vertragsverlängerung genötigt hat. (Anruf genügt- Einwilligung des Kunden in das Produkt nicht notwendig. Es wird einfach eine Vertragsänderung geschickt. Wenn man nicht innerhalb zwei Wochen widerspricht, ist die Waschmaschine gekauft. Danke Frau Zypris! Sicher gingen sie mit Herrn Obermann oder einem Vorgänger abends essen)
    Trotzdem erfolgte die Künding über den neuen Provider fristgerecht innerhalb von zwei Wochen. Nun blockiert die TELEKOM.

    Super, “freie Marktwirtschaft” und Danke Privatisiserung. Bei einer Behörde konnte man noch Einsicht in die Chronologie des Vorgangs in der Akte notfalls gerichtlich einfordern. Bei einem privatisierten Quasi-Monopolisten hat man diese Möglichkeit nicht mehr und ist völlig der Willkür ausgeliefert.

  1. 29. November 2007

    […] hat als erster Anbieter den Schritt gewagt, und ein Missbrauchsverfahren gegen die Telekom bei der Bundesnetzagentur beantragt. Damit reagiert Arcor auf die offensichtlich mutwillige […]

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