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T-Online Einkaufswelt bezahlt für getürkte Kundenbewertungen

Neue Blamage für Telekom: Nachdem der Spiegel ausführlich über die gekauften Kundenrezessionen im Einkaufswelt Shopping-Portal der Deutschen Telekom AG berichtete, wurde diese Nachricht nun auch von anderen Medien aufgegriffen, so dass die gefälschten Kundenbewertungen von der Agentur Textprovider auch international für Kopfschütteln gesorgt haben.

Die Deutsche Telekom will natürlich jetzt wieder einmal von nichts gewusst haben, obwohl den Textern der Agentur genaue Regeln für ihre gefälschten Kommentare innerhalb der Telekom Einkaufswelt vorgegeben waren. Zusätzlich rechtfertigt sich die Telekom mit den Worten, dass der Shop „Einkaufswelt“ ein Teil von T-Online.de sei und entsprechend unabhängig handeln könne…

Telekom Einkaufswelt und die gefälschten Bewertungen in den Medien

Hier ein Auszug aus der aktuellen Berichterstattung zu den gekauften Kundenbewertungen im Shoppingportal der Telekom:


Telekom ließ Nutzerbewertungen fingieren
„…in einem Briefing waren die Texter genau instruiert worden: „Es sollen realistische Produktbewertungen erstellt werden, die nach Möglichkeit möglichst real und natürlich verfasst sind…“ (spiegel.de)

T-Online-Einkaufswelt fingiert: Telekom weiß von nichts
„…So hätten zahlreiche Autoren bezahlte Texte für Waschmaschinen, Kameras oder Eismaschinen erstellt. Sowohl positive wie auch negative Bewertungen seien erlaubt gewesen, um ein möglichst getreues Abbild der Realität zu erhalten…“ (n-tv.de)

Unechte Nutzerbewertungen: Fingierte Einkaufswelt von T-Online
„…um das T-Online-Shopping-Portal Einkaufswelt lebendiger erscheinen zu lassen wurden Hunderte angeblicher Kundenbewertungen durch eine Textagentur erstellt…“ (golem.de)


Telekom-Tochter kaufte Kundenbewertungen
„…um mehr Aktivität vorzutäuschen als tatsächlich vorhanden war, sollte die auf die Optimierung von Produktbeschreibungen spezialisierte Agentur „Textprovider“ 1.000 Kundenkommentare verfassen…“ (computerbase.de)

1 Reaktion

  1. Nils sagt:

    Nicht nur T-Online selbst hat von solchen Aktion einen großen Schaden, sondern auch andere Meinungsplattformen im Allgemeinen. Was WePad im Kleinen (in Eigenregie) machte ist zu einer Produkteinführung ja auch mal im großen Stil möglich. Und wenn bspw. bei Amazon die zehn ersten Bewertungen zu einem Produkt sehr positiv sind, steigert das die Chancen auf weitere Verkäufe sicherlich immens. Das ist für einige sicherlich verlockend. Wobei es bei Amazon aber immerhin die „Hürde“ gibt, dass mind. ein Produkt (gar nicht mal das zu bewertende) bei Amazon bestellt worden sein muss, um eine Bewertung abgeben zu können (auch zu Produkten, die gar nicht über Amazon bestellt wurden). Ich sehe da großes Potenzial für Betrügereien. Wer weiß, wie groß da schon jetzt die Dunkelziffer ist…

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