St. Pauli zum Gefahrengebiet erklärt: Quasi Ausnahmezustand in Hamburg

St. Pauli im Ausnahmezustand: Nach den Ausschreitungen und den tagelangen Kämpfen zwischen der Hamburger Polizei und Demonstranten im Hamburger Stadtteil St. Pauli hat die Polizei nun große Teile der Hamburger Innenstadt als sogenanntes Gefahrengebiet eingestuft. Von diesen einschneidenden Maßnahmen sind Teile von Altona, St. Pauli und der Sternschanze betroffen und ab heute Nachmittag werden zwei Hundertschaften der Polizei “relevante Personengruppen” einschließlich ihrer mitgeführten Sachen überprüfen sowie Platzverweise erteilen, Aufenthaltsverbote aussprechen und Personen in Gewahrsam nehmen., wie ein Polizeisprecher soeben mitteilte. Wie lange die Stadtteile Altona, St. Pauli und der Sternschanze Gefahrengebiet bleiben, sei von der weiteren Entwicklung abhängig.

Gefahrengebiet St. Pauli: Folgende Bereiche sind betroffen

Rund um eine Demonstration für den Erhalt des Autonomen Zentrums Rote Flora war in den letzten Tagen zweimal die Davidwache an der Reeperbahn angegriffen worden, wobei ein Polizist durch einen Stein schwer verletzt wurde.

Das Gefahrengebiet hat folgende örtliche Begrenzungen:


  • Nördliche Begrenzung Holstenkamp, Pinneberger Weg, Eimsbütteler Straße, Altonaer Straße, Kleiner Schäferkamp und Schröderstiftstraße
  • Östliche Begrenzung Karolinenstraße, Glacischaussee, Helgoländer Allee
  • Südliche Begrenzung durch die Elbe
  • Westliche Begrenzung Max-Brauer-Alle und dann entlang der Gleise der Deutschen Bahn AG

St. Pauli Gefahrengebiet Karte der Polizei

Polizeisprecher Schöpflin sagte hierzu gegenüber der Presse:
“…wiederholt wurden Polizeibeamte und polizeiliche Einrichtungen angegriffen. Dabei sind Beamte zum Teil erheblich verletzt worden. Wir wollen deutlich machen, dass die Polizei Hamburg alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen wird, um Leib und Leben ihrer Beamten zu schützen…”


Weitere Informationen zu den weitreichenden Befugnissen der Hamburger Polizei ist in der soeben veröffentlichen Pressemitteilung zu lesen und die komplette Übersicht der betroffenen Stadtteile steht hier zum Download als PDF zur Verfügung. In den letzten Jahren hat die Hamburger Polizei immer wieder zum Mittel des “Gefahrengebiets” gegriffen und zuletzt war am Samstag den vierten Advent 2013 die gesamte Hamburger Innenstadt Gefahrengebiet.

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