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Sparsame Wasserhähne und die sinnfreie Diktatur der EU Bürokraten

Neue Wasserhähne für alle? Natürlich sollte man Wasser generell sparsam einsetzen, aber die neuen Geistesblitze des slowenische EU-Umweltkommissars Janez Potocnik und der zuständigen europäischen Kommission sind wohl nur noch als bizarr und weltfremd einzustufen…

Wenn es nach dem Willen der EU-Kommission geht, müssten demnächst per EU Gesetz auch in Deutschland ausnahmslos alle Wasserhähne, Duschköpfe und Toilettenkästen ersetzt werden und umgehend neue Armaturen mit wesentlich geringerem Wasserdurchfluss eingebaut werden.

Dieses EU-Gesetz würde in Deutschland übrigens eine durchschnittliche Investition von etwa 400 Euro pro Wohnung und somit auf Bundesebene Kosten von etwa zehn Milliarden Euro verursachen 🙂


Janez Potocnik und die sparsamen Wasserhähne der EU-Umweltkommission

Auch wenn mit dieser irrwitzigen neuen Regelung aus Brüssel eventuell die Wasserknappheit in Südeuropa bekämpft werden könnte, scheint Herr Janez Potocnik es geflissentlich übersehen zu haben, dass Deutschland seit Jahren zu den sparsamsten EU Mitgliedsstaaten im Wasserverbrauch zählt, denn im Gegensatz zu anderen Ländern ist hierzulande der Wasserverbrauch pro Kopf von 1990 bis 2007 um 15,3 Prozent von 144 auf 122 Liter pro Tag gesunken.

Skeptiker sollten hierzu bitte auch den Artikel zum Thema Wasserverbrauch in der Wikipedia und anderen frei zugänglichen Quellen lesen, denn sollten sich die Pläne des EU-Umweltkommissars Janez Potocnik im Sommerloch durchsetzen und dieser Schwachsinn tatsächlich vom europäischen Parlament verabschiedet werden, so müsste der Wasserverbrauch in Deutschland in den kommenden Jahren um weitere 30% reduziert werden.


Vielleicht hat es sich noch nicht bis nach Slowenien herumgesprochen, aber bereits jetzt wird in Deutschland weniger Wasser verbraucht, also durch Regen vorhanden ist und eine weitere Reduzierung der Wassermengen innerhalb der Kanalisationen führt unausweichlich zu steigenden Wasserpreisen, da somit auch die notwendigen Instandhaltungskosten der Wasserwerke deutlich steigen würden und um Geruchsbelästigungen und Leitungsschäden durch Ablagerungen zu verhindern, müssten Versorgungsunternehmen also stärker gezwungen werden, die Abwasser- und Kanalisationsleitungen regelmäßig mit Frischwasser zu spülen, da hier bereits heute zu wenig Wasser durch geleitet wird.

(Bildquelle: Pressefoto von ec.europa.eu)

1 Antwort

  1. 23. Dezember 2013

    […] irgendetwas regulieren und vereinheitlichen, aber diesmal betrifft es zum Glück nicht Kondome oder sparsame Wasserhähne, sondern die Ladegeräte unserer mobilen Begleiter. Wenn es nach dem Willen der verantwortlichen […]

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