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Rechtsanwalt Florian Giese und Videorama: Ermittlungsverfahren gegen Sie

Abzocke mit gefälschter Mail von RA Florian Giese: Nein, die Redaktion von Tutsi.de hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, aber auch wir haben heute eine gefakte E-Mail erhalten, in welcher angeblich Herr Rechtsanwalt Florian Giese von einem Ermittlungsverfahren und der anwaltlichen Vertretung und Interessenwahrung der Firma Videorama GmbH schwadroniert…

Wer ebenfalls eine derartige E-Mail mit dem Absender Rechtsanwalt Florian Giese bzw. giese@ra-giese.info erhalten hat, kann diese getrost unter Ulk einsortieren, denn weder der Firma Videorama, noch Rechtsanwalt Florian Giese sind für diese gut gemachte Abzocke verantwortlich, da hier lediglich der Name  Rechtsanwalt Florian Giese und die Videorama GmbH für einen Betrugsversuch missbraucht worden sind!

Ermittlungsverfahren gegen Sie: E-Mail Abzocke und RA Florian Giese

Auf der echten Webseite seiner Kanzlei teilt der, seit Wochen zu Unrecht in Verruf geratene Rechtsanwalt Florian Giese, seinen Besuchern folgendes mit:


“…die Kanzlei Giese Rechtsanwälte in Hamburg und insbesondere Rechtsanwalt Florian Giese stehen nicht im Zusammenhang mit den betrügerischen E-Mails, welche angeblich im Auftrag der Firma Videorama GmbH wg. Urheberrechtsverletzung in Filesharing-Netzwerken versendet werden…” (rechtsanwalt-giese.de)

Nachfolgend der Originaltext der heutigen E-Mail Abzocke, die bereits seit einigen Wochen für Verunsicherung einiger User im Internet sorgt:


Guten Tag, in obiger Angelegenheit zeigen wir die anwaltliche Vertretung und Interessenwahrung der Firma Videorama GmbH, Munchener Str. 63, 45145 Essen, an. Gegenstand unserer Beauftragung ist eine von Ihrem Internetanschluss aus im sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk begangene Urheberrechtsverletzung an Werken unseres Mandanten. Unser Mandant ist Inhaber der ausschliesslichen Nutzungs- und Verwertungsrechte im Sinne der §§ 15ff UrhG bzw. § 31 UrhG an diesen Werken, bei denen es sich um geschutzte Werke nach § 2 Abs 1 Nr. 1 UrhG handelt. Durch das Herunterladen urherberrechtlich geschutzer Werke haben sie sich laut § 106 Abs 1 UrhG i.V. mit §§ 15,17,19 Abs. 2 pp UrhG nachweislich strafbar gemacht. Bei ihrem Internetanschluss sind mehrere Downloads von musikalischen Werken dokumentiert worden.

Aufgrund dieser Daten wurde bei der zustandigen Staatsanwaltschaft am Firmensitz unseres Mandanten Strafanzeige gegen Sie gestellt.

Aktenzeichen: 230 Js 413/10 Sta Stuttgart
Ihre IP Adresse zum Tatzeitpunkt: 84.190.31.155
Illegal heruntergeladene musikalische Stucke (mp3): 13
Illegal hochgeladene musikalische Stucke (mp3): 21

Wie Sie vielleicht schon aus den Medien mitbekommen haben, werden heutzutage Urheberrechtverletzungen erfolgreich vor Gerichten verteidigt, was in der Regel zu einer hohen Geldstrafe sowie Gerichtskosten fuhrt.
Genau aus diesem Grund unterbreitet unsere Kanzlei ihnen nun folgendes Angebot: Um weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und anderen offiziellen Unannehmlichkeiten wie Hausdurchsuchungen, Gerichtsterminen aus dem Weg zu gehen, gestatten wir ihnen den Schadensersatzanspruch unseres Mandanten aussergerichtlich zu loesen. Wir bitten Sie deshalb den Schadensersatzanspruch von 100 Euro bis zum 29.10.2010 sicher und unkompliziert mit einer UKASH-Karte zu bezahlen. Eine Ukash ist die sicherste Bezahlmethode im Internet und fur Jedermann anonym an Tankstellen, Kiosken etc. zu erwerben.

Weitere Informationen zum Ukash-Verfahren erhalten Sie unter: http://www.ukash.com/de
Senden Sie uns den 19-stelligen Pin-Code der 100 Euro Ukash an folgende E-Mailadresse zahlung@ra-giese.info

* alternativ konnen Sie auch mit Paysafecard zahlen
Link: http://www.paysafecard.com/de
Geben Sie bei Ihre Zahlung bitte ihr Aktenzeichen an!

Sollten sie diesen Bezahlvorgang ablehnen bzw. wir bis zur angesetzten Frist keinen 19- stelligen Ukash PIN-Code im Wert von 100 Euro erhalten haben(oder gleichwertiges Paysafecard Coupon), wird der Schadensersatzanspruch offiziell aufrecht erhalten und das Ermittlungsverfahren mit allen Konsequenzen wird eingeleitet. Sie erhalten dieses Schreiben daraufhin nochmals auf dem normalen Postweg.

Hochachtungsvoll, Rechtsanwalt Florian Giese

In diesem Sinne: Spammer in den Straßenbau…
und immer erst Google fragen, bevor man sich von einer derartigen E-Mail verunsichern lässt! Abgesehen davon ist die Firma Videorama eher für ihre heiteren  “Sport und Kulturfilme” bekannt, als für irgendwelche MP3 Dateien 🙂

4 Antworten

  1. Tom sagt:

    Hatte gestern diese Email im Postfach. Aber eins muss man den Typen lassen. 100 Euro sind echt ein Schnäppchen. 😉

  2. Thomas sagt:

    Ja, also, ging es doch mehreren so, wie mir auch. Ich hatte ebenfalls eine Mail von denen im Postfach. Ich habe schon überlegt die Polizei einzuschalten und gegen sowas vorzugehen.

    Ist schon schlimm, nirgends ist man mehr sicher, selbst bei mir auf der Arbeit kommen, trotz Spamfilter, immer wieder solche Mails durch.

    Gruß

    Thomas

  3. Aco sagt:

    Ich habe auch dieselbe Mail bekommen sogar zwei mal am 18.10.10 und in Google darüber auf dieser Seite hilfreiche Informationen gefunden.
    Thanks für diesen Beitrag

  4. Reinhold Keyser sagt:

    Habe heute bei der Polizei Anzeige erstattet.
    Nur so kann man den Betrügern das Handwerk legen!

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