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Radioaktivität im Essen und radioaktiv belastete Lebensmittel in Deutschland

Radioaktiv belastete Lebensmittel: Viele Bundesbürger sorgen sich derzeit um möglicherweise radioaktiv belastete Lebensmittel und fürchten sich aufgrund aktueller Medienberichte vor möglicherweise kontaminierter Nahrung und vor eventuellen Risiken durch steigender Radioaktivität im Essen, wobei hier ein Grenzwert 600 Becquerel pro Kilogramm gilt.

Auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erklärt mittlerweile, dass es technisch durchführbar sei, importierte Nahrung schon direkt am Zoll auf eventuell vorhandene radioaktive Strahlung zu messen, um gegebenenfalls die Einfuhr von radioaktiv belasteten Lebensmitteln nach Deutschland zu verhindern, was nach Medienberichten bereits seit einer Woche am Frankfurter Flughafen sowie an anderen Airports schon der Fall ist.

Caesium 137 in der Nahrungskette und radioaktiv verseuchte Lebensmittel

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner versucht indes weiterhin, die verunsicherten Bürger zu beruhigen, denn angeblich sei Deutschland bestens auf die möglicherweise drohende Gefahr durch radioaktiv verseuchte Nahrungsmittel vorbereitet, allerdings gibt es bei radioaktiv belasteter Nahrung keinen unteren Grenzwert, bei dem Gesundheitsrisiko für den Menschen ausgeschlossen werden kann.


Insbesondere Cäsium mit seiner Halbwertszeit von 30 Jahren verursacht bei radioaktiv belasteten Lebensmitteln die größten Gesundheitsschäden, da der Organismus das krebserregende Caesium als Ersatz für das lebenswichtige Kalium im Blut und der Muskulatur speichert.

Zwar wird radioaktives Cäsium im menschlichen Organismus von der Leber über die Galle ausgeschieden, jedoch über den Darm teilweise wieder in den Organismus zurückgeführt wodurch benachbarte Zellen massiv und nachhaltig geschädigt werden.


Radioaktiv belastete Nahrung: Wildschwein und Waldpilze mit Caesium 137

Was vielen Verbrauchern vielleicht noch nicht bekannt sein dürfte ist die Tatsache, dass auch heimische Nahrungsmittel und vor allem Wildschweine eine sehr hohe radioaktive Belastung aufweisen, welches immer noch die Spätfolgen des Super GAU von Tschernobyl im Jahre 1986 sind.

Durch den Niederschlag aus der mit Caesium belasteten Wolke waren auch unsere Wälder betroffen und seit dieser Zeit die Waldpilze – und somit auch die Wildschweine – teilweise immer noch stark mit Caesium 137 kontaminiert, so dass das Bundesamt für Strahlenschutz bereits im August 2010 empfahl, auf den Verzehr Waldpilzen und Wildbret besonders von Wildschweinen zu verzichten, da hier die Belastung durch die Halbwertszeit von Caesium 137 überdurchschnittlich hoch sein.

Wer allerdings häufig mit dem Flugzeug reist, braucht sich um diese Werte sowieso keine Sorgen zu machen, denn selbst bei einem monatelangen Verzehr von mit 600 Becquerel pro Kilogramm belasteten Nahrungsmitteln, ist die aufgenommene Radioaktivität immer noch geringer, als bei einem Flug von Deutschland in die USA…

Dies soll die Gefahren durch möglicherweise radioaktiv belastete Lebensmittel nicht herunterspielen, aber könnte eventuell somit minimal zur Aufklärung gegen die gezielte Panikmache gewisser Boulevardblätter beitragen, die suggerieren, dass ab sofort der plötzliche Krebstod durch grünen Tee und Sushi ausgelöst werden könnte…

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