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Privates Surfen am Arbeitsplatz: Keine Kündigung wegen Internetnutzung


Surfen am Arbeitsplatz kein Kündigungsgrund: Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass die private Nutzung des Internets während der Arbeitszeit kein zwingender Kündigungsgrund ist, sofern der Arbeitgeber nicht belegen kann, dass es zu einer erheblichen Beeinträchtigung der vertraglich geschuldeten Leistung des Arbeitnehmers gekommen ist.

Auch wenn der Arbeitnehmer eine Mitarbeitererklärung unterschrieben hat, welche die private Internetnutzung während der Arbeitszeit ausdrücklich untersagt und das Surfen nur für dienstliche Belange gestattet, ist dies nach Auffassung des LAG Rheinland Pfalz ebenso wenig ein Kündigungsgrund, wie der Inhalt der privat aufgerufenen Webseiten.

Kündigung wegen Internetnutzung ab Arbeitsplatz vom LAG abgewiesen

Im konkreten Fall ging es um die ordentliche Kündigung eines Angestellten, welcher offenbar während seiner Arbeitszeit mehrfach seinen Kontostand online abgerufen hatte.


Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz hat in seinem Urteil der Kündigungsschutzklage Recht gegeben und die Kündigung des Angestellten für sozial nicht gerechtfertigt bewertet, da der Arbeitgeber eine konkrete Beeinträchtigung der Arbeitsleistung und die konkrete Verweildauer im Internet darlegen konnte.

Der Arbeitgeber hat jedoch weiterhin die Möglichkeit bei einer nachgewiesenen privaten Nutzung des Internets eine Abmahnung auszusprechen und im Falle der Wiederholung entsprechene Schritte zu unternehmen.


Auch wenn viele Unternehmen die private Internetnutzung während der Arbeitszeit relativ locker handhaben, sollten die Mitarbeiter sich im Zweifelsfall bei ihren Vorgesetzten erkundigen, um später keine Konsequenzen fürchten zu müssen.

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