Primark beugt sich Greenpeace: Ab 2020 keine gefährlichen Chemikalien mehr


will giftfrei produzieren: Nach dem Test von , bei dem auch in verschiedenen Textilien des Discounters hormonell wirksame oder krebserregende Substanzen gefunden wurden, hat nun auch die  irische Billigmarke die Detox-Verpflichtung von unterschrieben. Im Test wurden verschiedene Kleidungsstücke von Adidas über Burberry, bis hin zu C&A und Nike getestet und erst vor knapp zwei Wochen hatte auch die Luxusmarke Burberry zur giftfreien Produktion bekannt  Die komplette Studie zu gefährlichen Chemikalien in Kinderkleidung verschiedener bekannter Modemarken steht hier als PDF zum Download zu Verfügung und hier findet Ihr außerdem die Detox-Verpflichtung von Primark im Originaltext. Bis es soweit ist, sollte man wohl lieber weiterhin Textilien aller Anbieter vor der Benutzung gründlich waschen, um gesundheitliche Risiken zu minimieren.

Primark regiert auf Giftstoffe in Textilien: Pressemitteilung von Greenpeace

Primark Textilien mit Chemikalien belastetDie nachfolgende Pressemitteilung zur Detox-Verpflichtung von Primark wurde 1:1 aus dem Greenpeace Presseverteiler übernommen.

Textildiscounter Primark will giftfrei produzieren: Die irische Billigmarke unterschreibt Detox-Verpflichtung von Greenpeace: Der Textildiscounter Primark will bis zum Jahr 2020 auf den Gebrauch gefährlicher Chemikalien in der gesamten Produktionskette verzichten. Als Reaktion auf die Greenpeace-Kampagne „Detox“ gegen Gifteinsatz in der Kleidungsproduktion veröffentlichte Primark heute eine entsprechende Erklärung. Damit ist die schnell wachsende irische Billigmarke mit einem knappen Dutzend Filialen in Deutschland und über 250 Läden in Europa die zwanzigste Firma, die sich dem Druck von Greenpeace beugt. Erst vor knapp zwei Wochen hatte sich die Luxusmarke Burberry ebenfalls zur giftfreien Produktion bekannt. „Primarks Verpflichtung zeigt, dass auch Billigmarken den Trend hin zu giftfreier nicht verpassen wollen. Das ist durchaus eine harte Nuss für einen , der schnelllebige Massenware herstellt“, sagt Kirsten Brodde, Chemie-Expertin von Greenpeace.


Bereits in den nächsten Monaten will Primark die ersten Abwasserdaten der Zulieferer – mit Mengenangaben zu allen gefährlichen Chemikalien – öffentlich machen. Damit können sich die Menschen in unmittelbarer Nähe der Fabriken in Zukunft über die Belastung ihrer Trinkwasserressourcen und Flüsse informieren.

Greenpeace-Test: Primark-Kleidung stark belastet

Primark Test: Greenpeace entdeckt giftige KleidungDer Entscheidung von Primark war ein Kinderkleidungstest von Greenpeace im Januar vorausgegangen. In Produkten zwölf verschiedener Marken von Primark über Adidas bis Burberry hatte Greenpeace gefährliche Chemikalien gefunden, darunter hochgiftige, hormonell wirksame oder krebserregende Substanzen. Ein in Deutschland gekauftes T-Shirt von Primark enthielt 11 Prozent Weichmacher (Phthalate). Dies ist ein für Kinderspielzeug in der EU unzulässiger Wert. Ein Badeanzug war stark mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet. Einige PFC können das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Schilddrüsenerkrankungen führen. Viele dieser Chemikalien haben sich bereits auf der ganzen Welt verbreitet. Der Greenpeace-Test wies auch Nonylphenolethoxylate (NPE) in Primark-Kleidung nach. NPE baut sich in der zu Nonylphenol ab, das hormonell wirksam und besonders schädlich für Wasserorganismen ist.


„Wir fordern Primark auf, den Worten nun auch Taten folgen zu lassen, damit das Wasser in China und anderen Produktionsländern wieder sauberer wird. Primark muss außerdem die sozialen Bedingungen der Textilarbeiter verbessern. Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sollten Hand in Hand gehen. Die Marken sind dafür verantwortlich, beides zu garantieren,“ sagt Brodde.

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