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Kobo Touch Erfahrungen: Die eReader Kobo Touch Edition im Test

Kobo Touch eBook Reader im Test: Auch wenn der eReader Kobo in der Touch Edition bereits seit Anfang Oktober 2011 auf dem Markt ist, aber wer aktuell einen guten eBook Reader sucht und sich etwas informiert, findet eigentlich nur 3 gute Reader auf dem Markt und muss sich zwischen dem Amazon Kindle Touch, dem Sony PRS-T1RC oder eben dem Kobo Touch entscheiden, wobei Euch hierbei hoffentlich dieser kleine Praxistest des handlichen eReaders etwas unterstützen wird.

Vorab sei gesagt, dass der Kindle Touch lediglich für eBook Downloads bei Amazon geeignet ist, und leider auch keine anderen Formate unterstützt, so dass für freiheitsliebende Lesefreunde nur der Sony Reader und der Kobo Touch in Frage kommen, da hier auch andere Formate via SD Speicherkarte gelesen werden können…

Kobo eReader Touch Edition im Praxistest: Was taugt der eBook Reader?

Der Reader wird – ebenso wie seine Mitbewerber – in einem recht unspektakulären Karton geliefert, was bei den Abmessungen des Geräts aber vollkommen auseichend ist und neben Garantie und einer Kurzanleitung wird lediglich ein USB Kabel mitgeliefert. Aktuell ist der Kobo Touch in 5 Farben erhältlich, wobei ich gerade die weiße Variante “Pearl Quilt” in den Händen halte.


Der Kobo Touch liegt gut in der Hand, wozu auch das dezent gummierte Wabenmuster auf der Rückseite des eReaders beiträgt und im Gegensatz zu den meisten anderen Geräten, findet man beim Kobo lediglich einen Knopf auf der Vorderseite, da die restliche Navigation über den Touchscreen durchgeführt wird und optisch auch irgendwie aus dem Apfelimperium stammen könnte.

Unten befindet sich der USB Anschluss zur Datenübertragung und Aufladung und an der linken Seite ein Einschub für eine micro-SD Karte mit bis zu 32GB Speicher. Vom Design her ist der Kobo Touch sehr ansprechend schlicht gehalten und verfügt, ebenso wie seine Mitbewerber, über ein 6 Zoll großes eInk Pearl Display, welches für die Touch Funktionen zusätzlich über Neonode Sensoren verfügt und mit 800×600 Punkten auf 16 Graustufen auflöst.


Kobo Touch im Vergleich: Erste Erfahrungen mit dem Kobo eReader

Der Reader wird über einen 800 MHz Freescale 508 Prozessor angetrieben und bringt ganze 2 GB internen Speicher, wovon euch jedoch nur 1 Gigabyte für Eure Inhalte bereitstehen, die jedoch mit einer SD-Karte um weitere 32 GB erweitert werden kann.

Die Abmessungen des Kobo Touch sind mit 165mm x 114mm x 10mm als absolut handlich zu bezeichnen und ist mit seinem Gewicht von gerade einmal 185 Gramm und unwesentlich schwerer als der Sony PRS-T1RC eBook Reader und schlägt natürlich auch das wesentlich klobigere Kindle Touch. Mit einem derzeitigen Preis von etwa 99 Euro ist der Kobo Touch absoluter Preis- Leistungssieger und schlägt hierbei das Amazon Kindle und den Sony PRS-T1RC eBook Reader um Längen und wer regelmäßig eBooks liest, wird wahrscheinlich auch das weit verbreitete EPUB Format bevorzugen, da hier der Leser größtmögliche Freiheiten hat.

Gerade hier liegt die Stärke des Kobo Touch, da hier zwischen 8 Schriftarten und 24 Schriftgrößen gewählt werden kann. Ausgestattet mit WiFi und USB-Anschluss kann eReader auf Wunsch auf das Kobo eBook-Store zugreifen und über 1.000 eBooks im internen Speicher bzw. bis zu 30.000 eBooks auf einer microSD-Karte ablegen. Kobo-Kunden können ihre eBook-Bibliothek bequem zwischen eReader und Apps synchronisieren und Reading Life auch direkt auf dem Kobo Touch nutzen.

Aktuelle Book Reader im Vergleich:

Der Kobo Touch eBook Reader kommt mit den wichtigsten Formaten Problemlos zurecht, so dass Ihr Eure Ebooks sowohl als EPUB, PDF und MOBI Dateien sowie RTF, TXT und HTML und die weniger verbreiteten Dateiendungen CBZ und CBR lesen könnt und bei der Grafiken kommt der Kobo eReader mit den Formaten JPG, PNG sowie GIF, BMP und TIF klar, welche natürlich in einer Grauabstufung dargestellt werden.

Kobo Touch überzeugt, trotz fehlender MP3 Wiedergabe

Die Ladezeit des Kobo Touch über USB beträgt etwas mehr als 3 Stunden und eine Akkuladung reicht für etwa einem Monat Lesevergnügen, da das verwendete eInk Pearl Display ausgesprochen energiesparend ist und lediglich beim Umblättern Strom verbraucht. Da aber mittlerweile fast alle Hersteller zu geizig geworden sind, um ein gedrucktes Handbuch beizulegen, findet Ihr hier die komplette Kobo Touch Bedienungsanleitung mit immerhin 55 Seiten zum Download als PDF.

Beim ersten Start des Kobo Touch wird der User übrigens dazu aufgefordert, den eBook Reader mit dem PC zu verbinden und eine Software zu installieren. Da ich kein Freund dieser Art von Verpflichtungen bin und ohnehin über diverse eBooks verfüge, wurde dieser Schritt ganz einfach frech übersprungen und stattdessen einfach der Lesestoff auf die microSD Karte kopiert… Klappt wunderbar zumal sich der eReader nach dem Anschluss via USB auch wie ein Laufwerk am PC verhält.

Im Gegensatz zum Konkurenten von Sony kann der Kobo Touch jedoch keine Musik bzw. MP3 Dateien abspielen, weswegen es hier einen kleinen Minuspunkt gibt, aber mal ganz ehrlich: Anständige Menschen streamen Musik im heimischen Netzwerk oder haben eine gut sortierte SD-Karte im Smartphone, so dass eine Musikfunktion im eBook Reader zwar ein nettes Gimmick, wohl aber nicht kriegsentscheidend sein dürfte. Was mich persönlich jedoch extrem gestört hat ist, dass lediglich ein USB Kabel und kein Adapter für die Steckdose im Lieferumfang enthalten ist, denn hier ist definitiv an der falschen Stelle gespart worden und könnte auch Käufer des Kobo Touch verärgern, denn Otto Normalverbraucher nimmt wohl kaum einen Laptop mit in den Urlaub nur um im Notfall seinen eBook Reader aufladen zu können…

5 Antworten

  1. Ulrich sagt:

    Ich stimme dem Beitrag größtenteils zu. Seit etwa einem Monat bin ich stolzer Besitzer des Kobo eReader touch. Das Lesevergnügen mit dem Gerät ist hoch. Es bietet eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten. Über Umwege lassen sich sogar Amazon-eBooks einbinden.

    Mittlerweile habe ich aber auch festgestellt, dass das Gerät sporadische Macken hat. Alle ein bis zwei Wochen reagiert der Touchscreen nicht mehr. Erst kürzlich hatte ich einen Totalabsturz. Das Gerät reagierte nicht auf den Geräteschalter. Ein Reset war nötig. Auch die Akkuleistung ist recht wechselhaft.

    Meine anderweitigen ersten Eindrücke über den Reader habe ich nach dem Erwerb in meinem Blog notiert:
    http://www.ulrichklose.de/logbuch/buecher/ich_habe_einen_ebookreader

  2. Carmen sagt:

    Besitze seit ca. 2 Monaten den Kobo und bin begeistert. Ich mag gar keine Papierbücher mehr lesen.
    Der Kobo ist leicht, handlich, griffig und der Rahmen spiegelt im Gegensatz zum Sony nicht. Der Kindle kam wegen der Beschränkungen für mich gar nicht in Frage.

  3. Stefan sagt:

    Auch ich bin seit ein paar Wochen im Besitz eines Kobo touch. Wie gesagt ein schönes Gerät und seit dem Update auf die Firmware 2.0 auch endlich mit editierbaren Kategorien ausgestattet. Leider gibt es aber nach wie vor einen Bug mit den SD-Karten der dafür sorgt das, sofern eine Karte eingelegt ist, der Reader beim lesen regelmäßig nach ein paar Minuten beim Lesen wieder auf den Homescreen springt. Entsprechend ist der Leser leider nur ohne SD-Karte brauchbar.

  4. Kobo Touch sagt:

    Für mich ist der Kobo der beste eBook Reader im moment. Selbst die Konkurrenz wie Sony Reader oder auch Amazon Kindle schlägt er im Hohen und breiten-Format, Gewicht und in den angebotenen eBook Formaten.

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