Kickass.to offline Server down und Betreiber festgenommen

Kickass.to down: Nun hat es eine weitere beliebte Filesharing Plattform erwischt und Artem Waulin wurde gestern als angeblicher Betreiber des Webportals „Kickass Torrents“ (aka: KAT) verhaftet. Die Domain kickas.to wurde inzwischen beschlagnahmt und die USA hat einen Auslieferungsantrag für den Delinquenten beantragt. Spätestens jetzt sollten auch die letzten User verstanden haben, dass Filesharing via Torrent alles andere als sicher ist. Auch wenn auf Kickass.to selbst keine urheberrechtlich geschützten Werke angeboten wurden, scheint hier mal wieder einzig und alleine der Verweis auf mögliche Quellen zum Download ausreichend für Polizeiaktionen und Verhaftungen gewesen zu sein, aber zum Thema Filesharing und Risiken sowie Urheberrecht und Abmahnungen haben wir in den letzten 7 Jahren schon genug geschrieben…

kickass.to offline

Kickass.to: Torrent Downloads sind und bleiben gefährlich

Kickass Torrents stand mittlerweile an Position 69 der am häufigsten besuchten Webseiten des Internets und hatte sogar bereits vor einiger Zeit mit etwa 50 Millionen Seitenaufrufen im Monat den Platzhirschen The Pirate Bay verdrängt. Behörden und Rechteinhaber werfen Kickass.to neben Geldwäsche vor, dass ihnen durch Urheberrechtsverletzungen auf Kickass Torrents „Einnahmen in Milliardenhöhe“ entgangen sein sollen, was zwar rechnerisch wieder vollkommen an den Haaren herbeigezogen ist, sich aber wohl erheblich auf das mögliche Strafmaß auswirken könnte. Wie schon gesagt: Kickass.to war lediglich ein Verzeichnis für alle möglichen verfügbare BitTorrent Dateien im Peer-To-Peer Netzwerk, nicht aber selbst der Verbreiter oder gar der Uploader von irgendwelchen Daten. Hier ein kleines Rechenbeispiel, welches bei angeblichen „Raubkopierern“ und Filesharern immer wieder angewendet wird:


Kickass.to: So rechnet sich die Industrie reich

Kickass Torrents offlinePaule hat sich heute die DVD XYZ gekauft und beschließt, diese auch anderen Menschen über eine „Tauschbörse“ – also Filesharing kostenlos zur Verfügung zu stellen. Er rippt die DVD und stellt die Datei XYZ.avi über seinen Rechner mit entsprechender Software online zur Verfügung. Erna, Paula und Heike stoßen über eine sogenannte Torrent Suchmaschine wie z.B. Kickass.to zufällig auf den entsprechenden Link und saugen sich den Film…

Da im Torrent Netzwerk gleichzeitig „genommen und gegeben“ wird, läuft inzwischen auch der Download bei Max, Moritz und Emil, die sich jeweils kleine Datenhäppchen von Paule, Erna, Paula und Heike besorgen, welche am Ende durch die Client-Software zum kompletten Film zusammengesetzt werden. Bereits nach einer Stunde haben so etwa 100 Leute den Film XYZ kostenlos aus dem Netz besorgt, natürlich eine Urheberrechtsverletzung begangen, aber wahrscheinlich trotzdem glücklich.

Abmahnungen statt LogikDa die DVD des Films XYZ jetzt beispielsweise 10 Euro gekostet hat, behauptet die Industrie – also der Rechteinhaber, dass ihr binnen einer Stunde 1000€ Schaden entstanden sei, denn NATÜRLICH hätte sich jeder dieser bösen Filesharer den Film auch im Original gekauft…


Wird jetzt Paule als eigentlicher Übeltäter identifiziert, könnte ihm also 10€ mal X Personen zur Last gelegt werden. Seltsam ist dabei nur, dass auch eine Webseite, die nur als eine Art Katalog für alle möglichen Downloads dient, identisch behandelt wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, aber so können sich die Rechteinhaber von Filmen, Musik und Software den Schaden nahezu beliebig hoch rechnen und mit (oft folgenden) Massenabmahnungen ordentlich Geld verdienen.

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2 Antworten

  1. Marcsenn sagt:

    Gut weg mit Schwarzkopier Scheiße

    • Marcsenn sagt:

      Ist klar oder oder würde wer aufhören mit schwarzkopien saugen wenn er 10-20 Euro zahlen muss an Firma???
      Aber mit 1000 euro tut es schon weh darum.
      auch die 10000 klar ist es nicht so viel wert aber es TUT WEH das zu zahlen. DARUM

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