IceFox Thunder im Test: Was taugt das Outdoor Smartphone?

IceFox Thunder Outdoor Smartphone: Auch wenn wir regelmäßig Smartphones auf Herz und Nieren testen, ist uns bisher noch kein Outdoor Telefon in die Finger geraten, weswegen der Test des IceFox Thunder auch echtes Neuland darstellt, aber auch entsprechnd viel Spaß gemacht hat. Massiv und robust ist das IceFox Thunder in jedem Fall und erinnert irgendwie an ein Stück Technik aus dem Militärbereich, liegt aber trotz des hohen Gewichts von etwa 260 Gramm noch gut in der Hand und schließlich werden Outdoor Smartphones auch nicht für die kleine Damenhandtasche konzipiert. Der Lieferumfang ist recht groß und neben einer deutschsprachiger Anleitung, Werkzeug zum öffnen, Akku, USB-Kabel und Ladegerät liegen auch ein Headset, ein Stylus sowie Ersatzabdeckungen für Kopfhörer und USB-Buchse bei. Wie bei einem Outdoor Handy üblich sind auch beim IceFox Thunder alle wichtigen Bereiche mit Dichtungen und stöpeln versehen oder eben verschraubt. Der mitgelieferte “Schraubenzieher” zum öffnen des Akkudeckels ist zwar nicht sonderlich griffig, aber nach einigen Versuchen konnte dann doch der massige 2930 mAh in das Smartphone eingelegt werden.

IceFox Thunder Details zum Outdoor Smartphone aus China

IceFox Thunder Outdoor Handy ErfahrungenEin absoluter Pluspunkt für das IceFox Thunder ist die Dual-SIM fähigkeit, bei der auch tatsächlich beide SIM-Karten aktiv sind. Viele der derzeit angebotenen Geräte sind zwar ebenfalls Dual-SIM fähig, wobei der Nutzer sich hier jedoch immer entscheiden muss, welche der beiden SIM-Karten gerade aktiv ist (Dual SIM Standby).

Beim IceFox Thunder sind grundsätzlich beide SIM-Karten aktiv, so dass auf beiden Rufnummern Gespräche geführt und angenommen werden können, was das IceFox Thunder natürlich für die Nutzung mit einer entsprechenden Prepaidkarte im Ausland prädestiniert.


Hier die wichtigsten technischen Daten des IceFox Thunder und wie bei einem Outdoor Smartphone in dieser Preisklasse zu erwarten war, dürft Ihr hier nicht von einem absoluten High-End Gerät ausgehen, da die Eindatzbereiche des IceFox Thunder natürlich ganz woanders liegen.

  • Qualcomm Snapdragon 200 MSM8212 Quadcore 4 x 1,2 GHz
  • 4 GByte ROM / 1 GByte RAM + microSD bis 32 GByte
  • 4“ WVGA LCD (480 x 800 Pixel)
  • Gorilla Glas, Wet-Finger-Tracking
  • Dual-SIM-fähig
  • Hauptkamera 8 MPixel, Frontkamera 0,3 MPixel
  • WLAN IEEE 802.11b/g/n, Bluetooth 3.0 Class 2
  • GPS-Modul integriert
  • Näherungssensor, Magnetfeldsensor
  • Beschleunigungssensor, Lichtsensor
  • 2930 mAh Li-Ionen-Akku
  • Standbyzeit mit einer SIM-Karte: 360 Stunden
  • Standbyzeit mit zwei SIM-Karten: 120 Stunden
  • Abemssungen: 13,6 x 1,8 x 7 cm, Gewicht 254 Gramm
  • UVP: EUR 159,00

IceFox Thunder Outdoor Smartphone Testbericht


IceFox Thunder im Praxistest: Sturz und Wasser

IceFox Thunder Outdoor Handy TestDas IceFox Thunder wurde bis vor einigen Wochen auf der Webseite des Herstellers noch mit 1,5 Meter wasserdicht und 1,5 Meter stoßfest angepriesen, wobei diese Aussage inzwischen wohl entfernt wurde. Dennoch muss das Teil ja etwas aushalten und aus diesem Grund haben wir nachfolgend auch einige einfache Tests zur Stabilität des IceFox Thunder durchgeführt.

Update: Inzwischen wird das IceFox Thunder nur noch als “wasserdicht” sowie “staubdicht” und “stoßfest” bei Amazon angeboten, wobei ich auch den Begriff stoßfest in Frage stellen möchte…

  • IceFox Thunder Dichtigkeitstest – Waschbecken
    60 Minuten in kaltem Wasser bei geringer Wassertiefe, alles OK
  • IceFox Thunder Dichtigkeitstest – Badewanne
    60 Minuten in kaltem Wasser, Wassertiefe ca. 30cm, alles OK
  • IceFox Thunder Dichtigkeitstest – Regentonne
    60 Minuten in kaltem Wasser, Wassertiefe ca. 120cm, alles OK
  • IceFox Thunder Falltest auf Steinboden – Fallhöhe 2 Meter:
    Telefon landet auf der Rückseite, Diplay  gesprungen, Gehäuse und Funktionen OK

IceFox Outdoor Handy TestWie man hoffentlich auf den Bildern erkennen kann, ist das Display hier von oben nach unten gesprungen, aber trotzdem funktioniert das Gerät noch problemlos. Dennoch ist das IceFox Thunder somit nicht für Extremsportler geeignet und könnte schon selbst bei einem Sturz aus der Jackentasche beschädigt werden.

Hätte der Hersteller hier etwas mehr auf Qualität, als nur auf den Preis geachtet, wäre dieser Test wahrscheinlich besser ausgefallen.

Insgesamt wurde das IceFox Thunder 20x gworfen und fallen gelassen und ist hierbei fast immer auf der Rückseite gelandet, was wohl auch zum Überleben des verbauten Displays beigetragen haben dürfte, denn hier gehe ich mal ganz schwer von einer Billigproduktion aus und halte die hochtrabende Angabe “Gorilla Glas” für absoluten Nonsens.

Auch wenn das Display des IceFox Thunder unsere ersten Tests (mehr oder weniger) überstanden hat, dürfte ein direkter Sturz auf das Display absolut vernichtend sein, zumal auch der schützende Rand des Outdoor Smartphones hier nicht weit genug Überstand hat, um eine Schutzwirkung zu bieten, die man eigentlich von einem Outdoor Handy erwarten würde.

IceFox Thunder Test: Fazit zum Outdoor Smartphone

IceFox Thunder TestNeben dem GPS-Modul verfügt das IceFox Thunder über einen Magnetfeldsensor und eine eingebaute Taschenlampen-Funktion. Der Magnetfeldsensor funktioniert ohne Probleme und je nach Umgebung findet das GPS zügig eine Verbindung und kann die eigenen Position bis auf etwa 25 Meter anzeigen, wobei ich persönlich bei einem Outdoor Handy wie dem IceFox Thunder eigentlich noch einen Temperatursensor erwartet hätte.

Keine Ahnung was sich der Hersteller gedacht hat, als die Kamera im IceFox Thunder verbaute, denn auf der offiziellen IceFox Webseite wird hier wortwörtlich geschrieben: “Eine 8 Megapixel Kamera hält die besten Outdoor Momente in gestochen scharfer Qualität für immer fest”, was sich im Praxistest als absoluter Blödsinn entpuppt hat, denn die Fotos des IceFox Thunder sind unscharf, verrauscht und selbst für einen Laien leider nicht wirklich zu gebrauchen.

Wer also viel unterwegs ist, um Flora und Fauna digital zu verewigen, sollte in jedem Fall die Finger vom IceFox Thunder lassen, auch wenn der Preis mit 150 Euro noch so verlockend sein sollte. Wer jedoch ein recht robustes Outdoor Smartphone sucht, welches in erster Linie zum Telefonieren der WhatsApp und Facebook Nutzung oder für nicht sehr anspruchsvolle Speile genutzt werden soll, kann beim IceFox Thunder nicht wirklich viel falsch machen

Obwohl es sich hier um Technik im unteren Bereich der Mittelklasse handelt, ist das Gerät als Begleiter auf einer Baustelle bzw. staubigen oder feuchten Arbeitsumgebung oder als Notfall-Handy im Campingurlaub in jedem Fall geeignet, auch wenn ich mir unter einem Outdoor Smartphone eigentlich ein wesentlich robusteres Gerät vorgestellt hätte.

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