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Haftstrafe für Linksammlung zu Raubkopien auf Webseite

Gefängnisstrafe für Raubkopien: Ein 22-jähriger Spanier wurde für eine Linksammlung zu urheberrechtlich geschützten Werken zu einer Haftstrafe von 6 Monaten sowie einer Geldstrafe von 4900 Euro verurteilt.

“…insgesamt betrieb der 22-Jährige vier Webseiten, für die sich 17.314 Internetnutzer registriert hatten und auf denen sich 500 Links zum Herunterladen befanden. Werbeeinnahmen erzielte er mit Google Adsense, Canalmail, Correodirect und Impresiones Web…”
(Quelle und Originaltext: heise.de)

Zwar war der Zugang zu den betreffenden Links für die User kostenlos, jedoch mussten sich diese im Vorfeld registrieren, der Einblendung von Werbung zustimmen und der Webmaster hat die so gesammelten Daten an Dritte weitergegeben. Für die Freunde der spanischen Sprache hier noch ein Auszug der Originalmeldung der Zeitung El Pais aus Madrid:


“…los enemigos de las descargas de contenidos culturales por Internet ya tienen un argumento jurídico para apoyar sus tesis. Hasta ahora, todos los procesos contra páginas web que facilitaban las descargas de archivos audiovisuales habían sido sobreseídos y los imputados absueltos…”
(Quelle und Originaltext: elpais.com)

Auch wenn wir generell gegen die pauschale Kriminalisierung von Webmastern und Filesharern sind, ist dieses Urteil in unseren Augen gerechtfertigt, da der Verurteilte die Warez mit kommerziellem Hintergrund verbreitete und sich somit an der Verbreitung von Raubkopien bereicherte.


1 Antwort

  1. Herr Bert sagt:

    Wenn Sie schon gegen Pauschalkriminalisierung sind, dann sorgen Sie bitte auch dafür, daß sie das von der Industrie eingeführte Unwort “Raubkopie” vermeiden und durch einen geeigneteren Begriff ersetzen. Raub ist immerhin eine Wegname mittels Gewalt oder Androhung einer konkreten Gefahr für die körperliche Unversehrtheit.

    Keineswegs will ich hier die unrechtmäßige Verbreitung von urheberrechlichem Material gutheißen, allerding trifft das von der Industrie gepushte Wort “Raubkopie” eben nicht den objektiven, rechtswidrigen Sachverhalt sondern stellt eine Verunglimpfung dar.

    Übrigens: Kinobetreiber sind Verbrecher, imo.

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