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Facebook Friend Finder ist illegal: Verbraucherzentrale siegt vor Gericht

Facebook Friend-Finder: Der Bundeverband der Verbraucherzentrale hat vor dem Landgericht Berlin gegen Facebook gesiegt und die Richter bestätigten die Rechtswidrigkeit des sogenannten Freunde Finders bei Facebook, welcher die Kontakte von angemeldeten Facebook Mitgliedern durchsucht und deren Daten ungefragt speichert und weiterverwendet.

Der Einsatz des Facebook Friend Finders Suche von Freunden und Bekannten innerhalb des sozialen Netzwerks verstößt eindeutig gegen geltende Verbraucherrechte da hierbei die Facebook Nutzer nicht eindeutig darauf hingewiesen werden, dass durch den Freundefinder das komplette Adressbuch zu Facebook importiert und ungefragt für Freundeseinladungen – also ungefragte Werbung für Facebook – genutzt wird.

Allgemeine Geschäftsbedingungen von Facebook unzulässig?

Neben den richtungsweisenden Urteil zum Datenschutz auf Facebook urteilte das Amtsgericht Berlin ebenfalls im Sinne der Verbraucherzentrale, als es der Klage in vollem Umfang zugestimmt hat und somit auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook für rechtswidrig, so dass hier wohl jetzt sehr schnell Nachbesserungen erfolgen dürften, auch wenn das Urteil derzeit noch nicht rechtskräftig ist.


Nach den bisher geltenden Geschäftsbedingungen von Facebook besitzt das Unternehmen ein weltweites kostenloses Nutzungsrecht an allen Inhalten, welche von den Usern hochgeladen werden und zusätzlich müssen Facebook Nutzer derzeit noch Verarbeitung ihrer persönlichen Daten zu Werbezwecken zustimmen. Nach dem Willen der Berliner Richter darf Facebook diese Daten jedoch nur nach ausdrücklicher Zustimmung der jeweiligen Urheber verwenden.

Noch ist nicht bekannt, ob Facebook gegen dieses Urteil des Landgerichts Berlin Rechtsmittel einlegen wird, aber von Seiten des Unternehmens wurde heute erklärt, dass man sich die Begründung der heutigen richterlichen Entscheidung sehr genau ansehen werde.


2 Antworten

  1. 28. Dezember 2013

    […] MMS sowie ein uneingeschränktes Schreibrecht für den Kalender. Erinnert doch wieder stark an das heimliche Auslesen von Kontakten oder die früheren Fragen zum Datenschutz bei Facebook, der in meinen Augen ohnehin nie existiert […]

  2. 27. Februar 2014

    […] Änderungen genau sich aus dem Verkauf von WhatsApp an Facebook ergeben, ist derzeit noch vollkommen unklar, jedoch geht aus den AGB von WhatsApp eindeutig hervor, […]

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