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Ex RAF Terrorist Christof Wackernagel verurteilt RAF Film

Christof Wackernagel und die RAFChristof Wackernagel (RAF Terrorist bis 1983) und der Baader Meinhof Komplex: Das ehemalige Mitglied der RAF-Mörderbande Christof Wackernagel verurteilt (wen wundert es) die Verfilmung des Buches "der Baader Meinhof Komplex" und unterstellt Uli Edel und Bernd Eichinger, dass es ihnen wohl nur um Geld ginge…

In der Sendung Busch@n-tv.de sagte Herr Wackernagel wörtlich:
"…Im Grunde genommen ist es eine nachgespielte Dokumentation. Der Film ist harmlos und bringt fast nichts Neues. Die Wirklichkeit wird durch den Film harmlos. Filme, wo es explodiert, sieht man jeden Tag im Fernsehen…" 
und weiter:
"…es geht hier weniger um Mythos als um Geld. Es geht auch nicht darum, den Mythos kaputt zu machen. Es wird manchmal gefragt, ob die RAF jetzt museal ist. Nein, es geht nicht ums Museum, es geht um die Kohle. Mich widert das an…"
(Quelle und Originaltext: n-tv)

Tolle Aussage, Herr Christof Wackernagel! So kann man auch die Verbrechen seiner Vergangenheit verharmlosen!


Hier weitere Informationen zu Herrn Christof Wackernagel:
"…Wackernagel kam Anfang der 1970er Jahre nach Stuttgart und übte zwischen Filmangeboten mehrere Hilfstätigkeiten aus, um sein Auskommen zu sichern. Inzwischen hatte er sich in der linken Szene etabliert und sympathisierte mit den RAF-Gefangenen im Gefängnis Stammheim. In das Umfeld der RAF-Szene gelangte er durch Kontakt mit Klaus Croissant. Während dieser Zeit eröffnete Wackernagel auch eine Druckerei, in der er unter anderem Artikel der Sympathisantenszene erzeugte. Zudem drehte er politische Videofilme. Im Sommer 1977 entschied sich Wackernagel endgültig für die RAF und tauchte unter. Nach der Entführung von Hanns Martin Schleyer im Oktober wurde Wackernagel als RAF-Mitglied steckbrieflich gesucht. Am 10. November 1977, kurz nach dem „Deutschen Herbst“, geriet er, gemeinsam mit Gert Schneider, in Amsterdam in eine Schießerei mit der Polizei, bei der sowohl die beiden Flüchtigen als auch drei Polizeibeamte verwundet wurden. Nach seiner Überstellung wurde Wackernagel am 15. Oktober 1980 vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf wegen Mordversuchs und Mitgliedschaft in der RAF zu 15 Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis begann Wackernagel mit dem Schreiben und veröffentlichte einen Roman und einen Gedichtband. 1983 distanzierte er sich von der RAF…"
(Quelle und Originaltext: Wikipedia)

Wer heute die Mörder der RAF zu "Märtyrern" stilisiert, hat aus der Geschichte wenig gelernt… Terror bleibt Terror! Auch wenn gerade die sogenannte "linke Szene" sich immer wieder bemüht, derartige Verbrecher als "Freiheitskämpfer" etc. zu präsentieren… Mord bleibt Mord – egal ob ein Terrorist oder ein "Freiheitskämpfer" den Finger am Abzug hatte!


Nebenbei ein Tipp für Herrn Wackernagel: Ihre offizielle Webseite hat leider kein rechtsgültiges Impressum! Nicht dass Sie noch eine teure Abmahnung kassieren…

2 Antworten

  1. Mundiaq sagt:

    Es heißt “Ex-RAF-Terrorist” und “RAF-Film” und nicht “Ex RAF Terrorist” und auch nicht “RAF Film”.

    http://www.deppenleerzeichen.de

  2. Michael sagt:

    Ich kann mich täuschen und kann über die allgemeine Orientierung des Herrn Wackernagel nichts sagen, da er mir nicht einmal dem Namen nach bekannt ist. Aber die hier angeführten Zitate erscheinen mir sehr seltsam interpretiert. Wackernagel sagt, der Film sei harmlos, ja der Film mache die Wirklichkeit harmlos. Damit stilisiert er Terroristen nicht zu Märtyrern, im Gegenteil: Er kritisiert den Film, weil er den Terror banal macht. Weil in ihm allerlei Zeug in die Luft fliegt, wie in vielen Filmen allerlei Zeug in die Luft fliegt. Wackernagel kritisiert im zweiten aufgeführten Zitat die seiner Meinung nach hinter dem Film stehende Motivation: Geld. Das kann man unterschiedlich sehen, ist aber auch nicht sehr aufregend. Hier bräuchte es eine Aussage, wie sich Herr Wackernagel eine Auseinandersetzung mit der RAF vorstellt, nur wird die nicht geliefert. Es bleibt bei zwei Aussagen geringer Tragweite: 1. Der Film banalisiert das Handeln der RAF (Wackernagel sagt allerdings nicht, ob positiv oder negativ). 2. Der Film und die Form des Films ist dem Geldverdienen geschuldet. Hinweise auf Verharmlosung oder Märtyrertum mag der Mann vielleicht anderswo von sich gegeben haben, in den genannten Zitaten tut er es nicht. Nicht ein bisschen. Der Autor der Zeilen jubelt ihm hier etwas unter.

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