Chili selber züchten: Tipps um Chilipflanzen in der Wohnung anzubauen


Chilis in der Wohnung züchten: Wie bereits in den vorherigen Artikeln zum Thema Anbau sollte der geneigte Chilifreund unbedingt einige Hinweise beachten, damit seine private indoor Chilizucht auch wirklich funktioniert, denn im Gegensatz zu anderen Kulturpflanzen ist der Capsicum Anbau in der Wohnung nicht ganz so einfach, wie viele Hobbygärtner vielleicht denken.

Nachfolgend findet Ihr eine kurze Übersicht meiner bisherigen Erfahrungen rund um den Chilianbau in der Wohnung, für den ich mir extra eine recht ungünstige Zeit ausgesucht habe, denn in der Regel wird erst im Februar mit der Aussaat von Chilisamen bekommen, aber wenn es unter diesen Bedingungen funktioniert, habe ich wahrscheinlich alles richtig gemacht!

Chili Anbau zu Hause: Erfahrungen mit der Indoor Chili Zucht

Wer sich ebenfalls zu den Freunden der scharfen Paprikapflanzen zählt, sollte sich im Vorfeld vielleicht zunächst die Übersicht zum Thema Chili Anbau in der Wohnung durchlesen, denn hier sind auch alle bisherigen Artikel übersichtlich geordnet.


In weiteren Artikeln findet Ihr dann erste Tipps zum Chili Anbau sowie natürlich meine persönlichen Erfahrungen mit diversem Zubehör und technischen Hilfsmitteln, die Euch vielleicht die eigene Chilizucht erleichtern können, denn gerade im Winter solltet Ihr in jedem Fall ein geeignetes Growlight bzw. Pflanzenlicht für Eure Chilis verwenden.

Auf diesem Foto sehr Ihr noch einmal die Entwicklung der jungen innerhalb von einer Woche unter Pflanzenlicht in einem sogenannten Lichtgarten, denn hier kann der Abstand der Lichtquelle zu den optimal eingestellt werden. Achtet bei jungen in jedem Fall darauf, dass das Pflanzlicht nur wenige Zentimeter über den Chilipflanzen sein sollte, damit diese nicht spindelig werden (vergeilen), denn auch wenn man hier manchmal noch etwas retten kann, wird solchen Keimlingen nie eine richtig schöne und gesunde Chilipflanze werden.


Weitere Tricks und Tipps zum Thema Chili und Chilizucht findet Ihr ab sofort auch in meinem kleinen Chili Blog, der zwar noch eine Baustelle ist, aber jetzt endlich langsam Gestalt annimmt und alle Chilipflanzen bzw. verwendeten Chilisamen aus meiner eigenen Zucht des letzten Jahres stammen, denn mittlerweile sind auch fast alle Pflanzen abgeerntet und die Chilifrüchte entweder eingefroren, verputzt oder als Samenspender für den nächsten Chili Anbau verwendet.

Die jungen Chilis sind inzwischen übrigens aus dem extra angeschafften Lichtgarten in kleine Töpfe umgezogen und erfreuen sich derzeit an 16 Stunden Growlight-Bestrahlung am Tag, denn schließlich brauche ich wieder Platz, denn die nächsten Chilisamen sind schon in Vorbereitung.

Diesmal werden jeweils 20 Samen Bhut Jolokia Chili (Capsicum chinense), mittelsarfer Jalapeno Chili aus Uganda (Capsicum annuum) sowie Habanero Caribbean Red (Capsicum chinense) und Cayenne Chili (Capsicum annuum) in die Erde gebracht, wobei ich gegenwärtig noch nicht viel zur Keimquote der einzelnen Chilisorten sagen kann, aber Euch entsprechend auf dem Laufenden halten werde.

Chili Samen in Kokos Quelltöpfen oder Anzuchttöpfen aussähen ist sinnlos

Da ich an dieser Stelle nur über meine eigenen (und rein subjektiven) Erfahrungen berichte, kann es immer mal wieder vorkommen, dass Ihr anderer Meinung seid und vielleicht auch bessere Tipps zum Chilianbau in der Wohnung habt. In diesem Fall würde ich mich über einen entsprechenden Kommentar bzw. Tipps von Euch freuen.

Folgende Artikel sind bisher zum Thema Chilizucht und Chili Anbau veröffentlicht worden:

Wer sich ebenfalls mit Capsicum und dem Anbau von Chilis beschäftigt, oder eine eigene Webseite zum Thema Chili und Hot Pepper betreibt, kann sich gerne via E-Mail melden, denn demnächst veröffentlichen wir auch eine kleine Liste mit Empfehlungen zum Thema Chili und Chilizucht…

Wer seine Chilisamen wirklich optimale Bedingungen zum Keimen geben möchte, wird schnell Erfahrungsberichte zu Kokos Quelltabletten oder Kokos Anzuchttöpfen aus Weisstorf (Jiffy Töpfen) finden, aber ich persönlich habe mit beiden Varianten bei der Chilizucht nur schlechte Erfahrungen gemacht, denn in den Kokos Quelltabletten treiben die jungen Chilipflanzen viel zu schnell nach oben und vergeilen so extrem, dass hier kaum eine Überlebenschance für die jungen Chilis besteht.

Die Kokos Anzuchttöpfe riechen nicht nur recht unangenehm, sondern fangen auch recht schnell an zu schimmeln, so dass ich für einen Teil der nächste Chili Aussaat es einmal mit Torf-Anzuchttöpfen probieren werde.Beide Varianten werden zunächst in einem kleinen Zimmergewächshaus zum Keinem gebracht und danach jeweils ein Teil der Chili Keimlinge in Torf Quelltöpfe gesetzt und der andere Teil entsprechend ist Anzuchterde wachsen darf.

Damit die Triebe der jungen Chilipflanzen nicht wieder vergeilen, solltet auch Ihr darüber nachdenken, ein sogenanntes Pflanzen Licht zu verwenden, wobei ich hier mit 2 LED Strahlern im rot/blau Verhältnis 3:1 bis jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht habe und die getesteten Pflanzenlampen auch nur 10 Watt verbrauchen.

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4 Antworten

  1. Hallo,

    ein schöner Beitrag zur Chilizucht 🙂 Ich züchte auch seit mehreren Jahren Chilis und habe sehr gute Erfahrungen mit einem alten Aquarium gemacht, dass ich mit Frischhaltefolie abdecke. Darin keimen die Chilis besonders schnell.

    Um anderen Anfängern die ersten Zuchtversuche zu erleichtern, habe ich in meinem Blog zur Chilizucht eine ausführliche Schritt für Schritt Anleitung um Chilis zu züchten veröffentlicht.

    Weiterhin viel Erfolg mit den Chilis! Aktuell sind meine leider alle abgeerntet, aber ich freue mich schon auf die nächste Saison.

    Beste Grüße!

  1. 18. November 2012

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