Bunkerbase und TPD2: Dampfer bunkern Nikotin Liquid

Bunkerbase für E-Zigaretten:  Zwar dampfen immer mehr ehemalige Raucher, aber leider sind immer noch nicht jedem Konsumenten von E-Zigaretten die drastischen Auswirkungen der sogenannten EU Tabakproduktrichtlinie II kurz: TPD2 bekannt. Da ich selbst dank E-Zigarette inzwischen seit über 12 Monaten von der normalen Zigarette losgekommen bin, möchte ich Euch hiermit einige Tipps geben, um durch Vorratshaltung und Bunkerbase auch nach dem 01.05.2017 weiter ungestört dampfen zu können. Natürlich kann man sich seine E-Zigaretten und Liquid aus dem (nicht europäischen) Ausland bestellen, aber wer braucht bitteschön unnötigen Stress mit dem Zoll? Der nachfolgende Text ist keinesfalls als zu verstehen und selbstverständlich machen wir in diesem Blog keine Werbung für E-Zigaretten oder nikotinhaltige Produkte und setzen keine Verweise zu Anbietern von günstigen Bunkerbase Angeboten.

Bunkerbase selbst mischen

Was ändert sich für Dampfer durch die TPD2 denn nun wirklich?

Am 25.2.2016 wurde die besagte  TPD2 vom Bundestag beschlossen und da die Lobbyisten der Tabakindustrie hier anscheinend ganze Arbeit geleistet haben, fällt nun auch die E-Zigarette unter diese neue und ungeliebte Tabakproduktrichtlinie. Dass eine E-Zigarette allerdings rein gar nichts mit Tabak zu tun hat, liegt zwar auf der Hand, aber ich möchte mich hier nicht zu Korruption und Bestechlichkeit durch Lobbyisten in der Politik auslassen.


Zu diesem Thema wurde in den letzten Monaten bereits viel geschrieben, aber leider scheint ein Großteil der deutschen Dampfer noch auf einer rosa Wolke zu wohnen. Bereits ab dem 20.11.2016 dürfen auch Produkte für die E-Zigarette nur noch nach den neuen Richtlinien produziert werden. Alle vor dem 20.11.2016 hergestellten Produkte (egal ob E-Zigaretten oder Liquids) dürfen nach dem 20.05.2017 grundsätzlich nicht mehr in Deutschland verkauft werden!

Zur TPD2, unsinnigen Gesetzen und Bunkerbasen hier noch ein gewohnt kritisches und sehr informatives von Philgood aus der Schweiz:

 

Mit Bunker-Base die Einschränkungen für Liquid umgehen

Wer sich sein Liquid ohnehin nur in den kleinen 10ml Fläschchen kauft, wird von der Mengenbeschränkung kaum etwas mitbekommen, aber da so gut wie jeder passionierte Dampfer sein Liquid selbst mischt, kommen einige Veränderungen auf Euch zu. Durch die TPD 2 wird ab dem 20.05.2017 die Liquidmenge auf 10ml pro Flasche begrenzt, so dass Ihr in Deutschland keine Nikotinbase in größeren Mengen mehr kaufen könnt.


Ich persönlich mische mein Liquid immer in Mengen von 300ml und einer Stärke von 3mg bis maximal 6mg und etwa 5% Aroma (Abhängig vom Hersteller und Art des Aromas) pro Milliliter. Nach der neuen Tabakproduktrichtlinie müsste ich also ganze 28 Fläschchen mit Liquidbase sowie 2 Fläschchen mit Aroma kaufen, um auf die gleiche Menge zu kommen. Selbst Liquid ohne wird nur noch in diesen kleinen 10ml Flaschen erhältlich sein, so dass man nicht nur wesentlich mehr Geld investieren muss, sondern dank TPD 2 auch Unmengen an Plastikmüll produziert. Um auch in Zukunft weiter dampfen zu können, verwende ich also lieber Bunkerbasen, Glasflaschen und wiederbefüllbare Liquidflaschen – Das schon nicht nur die Umwelt sondern auch den Geldbeutel!

Nikotin Basen bunkern: Mit der Bunkerbase die TPD 2 überstehen

Da nicht nur der Inhalt der Liquids auf 10ml begrenzt , sondern auch der Nikotingehalt auf 20ml Nikotin pro Milliliter begrenzt wird, habe ich bereits vor einigen Monaten sogenannte Bunkerbasen mit relativ hohem Nikotingehalt zugelegt. Auch wenn es nach der Tabakproduktrichtlinie keine größeren Mengen an PG oder VG Basen mehr im E-Zigaretten mehr geben wird, so werden PG (Propylenglycol mit 99,5% Reinheitsgrad) und VG (pflanzliches Glycerin mit 99,5% oder 86,5% Reinheitsgrad) ohne Nikotin auch weiterhin relativ günstig in der Apotheke erhältlich sein. Aus diesem Grund werde ich in Zukunft eben hochkonzentrierte Nikotinbasen mit nikotinfreien Basen aus der Apotheke verdünnen, um auch weiterhin mein Liquid wahlweise mit 3mg oder 6mg Nikotin pro Milliter abmischen zu können. Ein kleiner positiver Nebeneffekt hierbei ist, dass der Preis für den Liter sogar etwas günstiger wird, aber im Gegenzug ist der Aufwand leider etwas höher.

 

Mit Bunkerbase die richtige Nikotinstärke mischen

Da es sich bei einer sogenannten Bunkerbase um eine hochkonzentrierte Nikotinbase handelt, ist wirklich Vorsicht geboten und selbstverständlich gehören derartige Flüssigkeiten nicht in die Hände von Kindern und Jugendliche! Wenn Ihr selbst mit konzentrieren Bunkerbasen arbeitet, solltet Ihr in jedem Fall Handschuhe tragen und die Augen schützen. Solltet Ihr etwas verschütten, oder Eure Kleidung bekleckern, ist absolute Vorsicht geboten, denn Nikotin wird auch über die Haut aufgenommen und ist letztendlich ein Nervengift, welches in hohen Dosierungen tödlich wirken kann!

Diese Beschreibung zum Verdünnen einer Bunkerbase für E-Zigaretten ist ein rein persönlicher Erfahrungsbericht und nicht als Anleitung zu verstehen. Wer nicht rechnen kann, oder in der Schule nicht aufgepasst hat, sollte in jedem Fall Abstand von einer Bunkerbase nehmen, denn wer sich verrechnet muss im schlimmsten Fall mit einer Nikotinvergiftung rechnen. Auch wenn Nikotin nicht krebserregend ist, sind E-Zigaretten natürlich nicht gesund und wer bisher nicht geraucht hat, sollte auch die Finger von E-Zigaretten und nikotinhaltigem Liquid lassen!

Bunkerbase für E-Zigaretten: So mische ich mein eigenes Liquid

Ich habe mich bei meiner Bestellung einer Bunkerbase auf eine längere Durststrecke eingerichtet und mir einen entsprechenden Vorrat angelegt. Hierbei habe ich mich für 20 Flaschen zu jeweils 100ml und einer Konzentration von satten 48mg Nikotin pro Milliliter entschieden. Selbstverständlich dampfe ich diese Konzentration nicht pur, sondern muss diese vorher entsprechend verdünnen, also entsprechend viel nikotinfreies Liquid hinzufügen.

 

Ich dampfe in der Regel zwischen 3% und 6% und gerade in diesem Bereich ist das Abmischen einer Bunkerbase und das Umfüllen in lichtundurchlässige Braunglasflaschen (Apothekerflaschen) für das fertige Liquid relativ einfach. Es wird zwar immer wieder erzählt, dass man sein Liquid auf Vorrat im Tiefkühler lagern sollte, aber meine Erfahrungen haben dies nicht bestätigt. Um aber die „Bunkerbase“ nicht immer wieder öffnen zu müssen, habe ich mich für mehrere Flaschen mit jeweils 100ml entschieden, da ich diese einfach besse lagern und natürlich auch dosieren kann. Da gute Bunkerbasen zudem unter Stickstoff abgefüllt werden und Nikotin zudem eine keimhemmende Eigenschaft hat, dürften derart hoch konzentrierte und ungeöffnete Bunkerbasen nahezu endlos haltbar sein!

100ml Bunkerbase mit 48mg Nikotin pro Milliliter + 100ml nikotinfreie Base = 200ml Liquid mit 28mg Nikotin pro Milliliter… Jetzt aber bloß nicht verrechnen, denn weitere 100ml nikotinfreies Liquid reduzieren natürlich nicht den Nikotinwert um die Hälfte, denn um 200ml mit inzwischen nur noch 24mg Nikotin auf 12mg zu verdünnen, benötigt man weitere 200ml nikotinfreies PG oder VG Liquid. Um beispielsweise 1000 Milliliter (einen Liter) Liquid mit ca. 5% Nikotin zu erhalten benötige ich lediglich 100ml Bunkerbase (48%) und ganze 900ml nikotinfreies Liquid.

Liquid für E-Zigaretten selber mischen

Rechenbeispiel für Bunkerbasen:

  • 100ml Bunkerbase für ca. 5 Euro im Netz bestellt (10x 100ml für 50 Euro)
  • 450ml Propylenglycol für ca. 6,30 Euro aus der Apotheke (1000ml für 14 Euro)
  • 450ml pflanzliches Glycerin für ca. 4,50 Euro aus der Apotheke (1000ml für 10 Euro)

Somit kostet mich ein Liter selbstgemischte Liquidbase mit 5% Nikotinstärke aktuell knapp 16 Euro. Rechnet man hier noch die Kosten für Aroma – bei einer Konzentration von 5% und einem Preis von 5 Euro pro 10ml Aromakonzentrat hinzu – so benötige ich 50ml Aroma, also 5 Fläschchen zu je 10 Milliliter für zusammen 25 Euro. Rechnen wir das jetzt mit den Kosten für die Bunkerbase sowie PG und VG aus der Apotheke zusammen, so kostet mich ein ganzer Liter fertiges Liquid rund 40 Euro. Rechnet man das wiederum auf die handelsüblichen 10ml Fläschchen runter, so bezahle ich als Selbstmischer also nur 40 Cent statt der üblichen 4 bis 5 Euro für 10ml.

An dieser Stelle wieder Grüße an alle Dampfer weltweit, lasst Euch von der Medienmanipulation der Tabaklobby nicht unterkriegen und denkt immer daran: Support Your local Vape Shops!

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3 Antworten

  1. Marc Senn sagt:

    Oder einfach nicht Rauchen. 😉
    Und ja ich lebe noch und hab noch nie im leben Geraucht und bin nicht unglücklich wenn ich das Laster nicht hab.

  2. Lucas sagt:

    Du redest von 3-6% Nikotin in deinen Liquids, was umgerechnet 30-60mg/ml entspricht. Für einen Neuling im Selbermischen solltest du das vielleicht korrigieren 😉

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