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Bundeszentralamt für Steuern Spam und Phishing zur Steuererklärung


Bekanntmachung über die Steuererklärung: Und wieder rollt eine muntere Welle von Phishing Mails durch die Republik und wieder versuchen es die kriminellen Spammer unter dem vielversprechenden Namen “Bundeszentralamt für Steuern” und die aktuelle Phishing E-Mail wird mit dem Betreff: “Bekanntmachung über die Steuererklärung” verschickt.

Im Anhang der Mail vom Bundeszentralamt für Steuern befindet sich ein HTML Formular mit dem wohlklingenden Titel: “Steuererstattungsansprüche Formular”, welches Euch dann netterweise zur Eingabe Eurer persönlichen Daten, bis hin zur Kontonummer, der Kreditkartennummer sowie Gültigkeitsdatum und dem Sicherheitscode auffordert – also simpler Kreditkartenbetrug, aber einige werden wohl leider darauf hereinfallen…

Bundeszentralamt für Steuern Bekanntmachung über die Steuererklärung

Hier der Text der Phishing E-Mail, welche heute gleich mehrfach bei uns eingeschlagen ist, und wer eine vergleichbare Mail mit einem anderen Text oder Absender erhalten hat wird hiermit gebeten, diese 1:1 in die Kommentare zu posten, damit auch andere User vor solchen kriminellen Arschlöchern gewarnt werden können!


HINWEIS DER STEUERERKLÄRUNG FÜR DAS JAHR 2011
Sehr geehrte Steuerzahler, Nach den letzten Berechnungen des jährlichen steuerlichen Ihre Tätigkeit haben wir festgestellt, dass Sie Anspruch auf eine Steuererstattung von 243,54 EUR erhalten sollen.Um Ihre Rücksendung erhalten, füllen Sie bitte das Steuerformular im Anhang zu dieser E-Mail und ermöglichen es uns 3-5 Werktage, um es zu verarbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
UWE MEYERS
Bundeszentralamt für Steuern

Und da wir ja am frühen Morgen auch manchmal etwas schmerzpervers sind, hier noch die entsprechenden Screenshots zum aktuellen Spam aus dem angeblichen Bundeszentralamt für Steuern sowie der ominösen Bekanntmachung über die Steuererklärung für 2011.


Bundeszentralamt für Steuern warnt ebenfalls vor Phising E-Mails

Hier noch die aktuelle Presseerklärung des echten Bundeszentralamts für Steuer, die ebenfalls heute früh veröffentlicht wurde und vor der aktuellen Phishing Aktion warnt, im Originaltext:

“…Betrüger versenden E-Mails im Namen des Bundeszentralamts für Steuern. Aktuell versuchen Betrüger per E-Mail an Konto- und Kreditkarteninformationen von Steuerzahlern zu gelangen. Ihre Masche: Sie geben sich per E-Mail als „Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)“ aus und geben vor, die betroffenen Bürger hätten zuviel Einkommensteuer gezahlt. Um diese nun zurückzuerhalten, müsse ein in der E-Mail angehängtes Antragsformular ausgefüllt werden, bei dem unter anderem Angaben zu Kontoverbindung und Kreditkarte sowie Sicherheitscode gemacht werden sollen. Das BZSt warnt davor, auf solche oder ähnliche E-Mails zu reagieren. Benachrichtigungen über Steuererstattungen werden nicht per Mail verschickt und Kontenverbindungen nie in dieser Form abgefragt. Zuständig für die Rückerstattung von überzahlten Steuern ist zudem nicht das BZSt, sondern das jeweils zuständige Finanzamt…” (Link zur Pressemitteilung)

Bundeszentralamt für Steuern Spam und Phishing zur Steuererklärung

Wer steckt hinder dieser Abzocke? Im Quelltext der HTML Datei Steuererstattungsansprüche Formular findet sich die IP-Adresse 91.87.30.232 und wer diese IP zurückverfolgt landet auf einem Server von Mobistar in Belgien, der über ein PHP Script, welches unter: http://91.87.30.232/sc/w.php zu finden ist, die eingegebenen Kreditkartendaten der Phishing Opfer sammelt…

Daten zum Registrar dieses Servers dürfen wir aus Gründen des Datenschutzes an dieser Stelle nicht veröffentlichen, aber da finden sich ja velleicht einige kreative Köpfe… Meiner Meinung nach geht diese Phishing Aktion jedoch nicht von Belgien, sondern eher von einem gehackten Server aus, da zum einen die Rechtschreibung nicht passt und Kriminelle diesen Kalibers eher im osteuropäischen bzw. asiatischen Raum ansässig sind, um sich der Strafverfolgung der Behörden zu entziehen.

Da sowohl Polizei, als auch Staatsanwaltschaft bei der Verfolgung derartiger Straftaten eine eher bescheidene Aufklärungsquote vorweisen können, sollte es niemanden wirklich wunder, dass deratitige Straftaten immer weiter zunehmen… Also bitte schön vorsichtig sein und auch Freunde und Bekannte vor derartigen E-Mails warnen. In diesem Sine: Spammer in den Straßenbau und allen anderen Menschen einen schönen sonnigen Mittwoch!

2 Antworten

  1. CoolMa7 sagt:


    warnen. In diesem Sine: Spammer in den Straßenbau und allen anderen Menschen einen schönen sonnigen Mittwoch!

    der Sine 🙂 Besser


    warnen. In diesem Sinne: Spammer in den Straßenbau und allen anderen Menschen einen schönen sonnigen Mittwoch!

    Weiter so bei tutsi und DANKE! Ich lese Euch täglich gerne!

  2. Rolf Böhm sagt:

    Guten Morgen,
    seit Tagen errecien mich Mailschreiben, wo der Absender sich im Auftrag des Bundeszentralamt-für Steuern” ausgibt un eine Steuerrückerstattung ankündigt.
    Über solche betrügerischen Machenschaften sind leider nur wenige Mitbürger vertraut, die das Steuersystem nicht kennen.
    Ich bin selbst in der Finanzverwaltung als Zollbeamter tätig. Der Verwaltungsweg für die wird niemals per Mail versandt, da er einen verbindlichen Verwaltungsakt darstellt. Also erfogen Schreiben der Steuerverwaltungen nur per Post, da er mit ordentlicher Zustellung rechtskräftig wird.
    Grundsätzliche Anforderungen im Schreiben sind: -im Briefkopf,Anschrift der Behörde (genaue Bezeichnung)Name/Anschrift des Empfängers, -Steuernummer des letzten amtlichen Schreibens(keine Phantasienr) -Rechtsbehelfbelehrung.
    Soweit meine Gedanken.
    Viele Grüße
    Rolf Böhm

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