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Bruno Kramm klagt gegen GEMA: Keine Zahlungen an Musikverlage!

Bruno Kramm vs. GEMA: Einigen von Euch ist Bruno Kramm vielleicht noch als Musiker des Gothic Duos Das Ich bekannt, andere kennen den Musiker eher als Landesgeschäftsführer und Urheberrechtsexperten der Piratenpartei Bayern oder als Synchronstimme des Anonymous Videos Was ist Acta

Nun ziehen Bruno Kramm und sein Bandkollege Stefan Ackermann gemeinsam gegen die Geschäftspolitik der GEMA vor das Landgericht Berlin, denn schließlich zahlen die Verwertungsgesellschaften bis zu 40% der eingenommenen Gebühren nicht an die Musiker, sondern an die Musikverlage, welche nach wie vor für die Nutzungseinräumung und einen sogenannten Investitionsschutz für Notendruck erhalten, der jedoch nicht mehr stattfindet.

Klage gegen Verwertungsgesellschaft: Für die Rechte der Urheber

Zudem müssten sich selbst vermarktende Bands einen erheblichen Anteil der anfallen Kosten für die GEMA aus eigener Tasche bezahlen und sogar Gebühren für die Herstellung der eigenen CDs an die Verwertungsgesellschaft bezahlen.


Bruno Kramm und Stefan Ackermann wollen mit ihrer Klage gegen die GEMA einen Präzedenzfall schaffen, um anderen Künstlern mehr Mitbestimmung zu ermöglichen und Kramm erklärte zu seiner Klage gegenüber den Medien:

“…Musikverleger kassieren pauschal 40 Prozent der Tantiemen, ohne heute noch relevante Gegenleistungen zum Beispiel in Form von Notendrucken zu erbringen. Bei den Urhebern kommen bei einer traditionellen Arbeitsteilung zwischen Komponist und Textdichter jeweils nur 30 Prozent der Gebühren an. Bei mehrköpfigen Bands, die gemeinsam komponieren und texten, bleibt pro Urheber sogar noch weniger hängen…”


Schon im Mai 2011 hatte das Landgericht München der Klage eines anderen Künstlers gegen die Verwertungsgesellschaft VG Wort stattgegeben, die Verwertungsgesellschaft jedoch in Beruf ging. Experten halten den Erfolg der Klage von Bruno Kramm und Stefan Ackermann gegen die GEMA für wahrscheinlich, was durchaus weitreichende Folgen für die Komponisten und Künstler zur Folge hätte, denn allein im Jahr schüttete die GEMA rund 700 Millionen Euro an die Rechteinhaber aus. (Foto: Bernhard Hanakam)

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