Bierkartell und Preisabsprachen: Brauereien werden zur Rechenschaft gezogen

Abzocke mit teurem : Seit Jahren wurden die Verbraucher von den größten deutschen Brauereien verarscht und betrogen, aber jetzt hat das Bundeskartellamt endlich durchgegriffen und aufgrund verbotener Preisabsprachen beim Bier Bußgelder gegen die größten Abzocker verhängt. Mit insgesamt 106,5 Millionen Euro ist das Bußgeld hoffentlich auch höher ausgefallen, als von den Brauereien erwartet und weitere Ermittlungen andere Brauereikonzerne sind nach Angaben des Bundeskartellamts auch noch nicht abgeschlossen. Das Bußgeld gegen die illegalen Machenschaften der Brauereien hätten jedoch deutlich höher ausfallen können, denn nach den Richtlinien des Kartellamtes wäre in diesem Fall sogar ein Bußgeld von bis zu 10% der Jahresumsätze möglich gewesen, was eine Strafe von über 200 Millionen Euro nach sich gezogen hätte.


Bitburger Krombacher Veltins Warsteiner und Barre erhalten Bußgelder

Bierkartell abzocke beim BierpreisNeben den Brauereien Bitburger, Krombacher, Veltins, Warsteiner und der Privatbrauerei Ernst Barre sind auch noch sieben persönlich verantwortliche Manager betroffen und es ist als erwiesen anzusehen, dass sich die betroffenen Brauereien hatten sich seit mehreren Jahren illegal über die Preise für Fassbier und Flaschenbier abgesprochen, wobei innerhalb des Bierkartells ein Preisanstieg für Fassbier von jeweils fünf bis sieben Euro pro Hektoliter vereinbart wurde und beim Flaschenbier ging es nach den Ermittlungen des Bundeskartellamts im Jahr 2008 um eine abgesprochene Preiserhöhung, welche zu einer Verteuerung des einzelnen Kastens um einen Euro führen sollte.

Aber auch Auch Anheuser Busch InBev Germany mischte bei den illegalen Preisabsprachen der Brauereien mit, jedoch kam letztendlich der entscheidende Tipp von dieser Seite, so dass der Brauereikonzern als Kronzeuge gegen das deutsche Bierkartell straffrei aus dem Verfahren hervorgeht.


Bierpreise und Abzocke der Brauereien

Die anderen Brauereien haben nach ersten Medienberichten ebenfalls bei der Aufklärung der illegalen Preisabsprachen bei der Aufklärung kooperiert, weswegen das Bußgeld des Bundeskartellamts auch entsprechend niedriger ausgefallen sein dürfte, aber dennoch jammern die Brauereien immer noch auf gewohnt hohem Niveau und beklagen den finanziellen Verlust, welcher durch die Aufdeckung der illegalen Preisabsprachen entstehen wird.

Vielleicht sollte man die verantwortlichen Damen und Herren an dieser Stelle einmal daran erinnern, dass sich der Bierpreis in den letzten Jahren fast verdoppelt hat, denn wer kann sich nicht an das Jahr 2000 erinnern, als der Regelpreis für einen 25x 0,5 Liter Kasten noch bei maximal 14 DM bewegte und bei wöchentlichen Angeboten der Kasten sogar für 9 DM zu haben war? Bereits 2 jahre später kostete die gleiche Menge Bier zwischen 10 und 14 Euro… Jetzt erzählt mir bitte nicht, das sich im gleichen Zeitraum der Preis für Hopfen, Malz und Gerste ebenfalls verdoppelt hat, oder die Brauereien etwa die Löhne ihrer Mitarbeiter verdoppelt hätten!


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1 Reaktion

  1. 14. Januar 2014

    […] BEI BIER KENNE ICH KEINE GNADE!!!einself “Bierkartell und Preisabsprachen: Brauereien werden zur Rechenschaft gezogen” https://www.tutsi.de/bierkartell-und-preisabsprachen-brauereien-werden-zur-rechenschaft-gezogen/2014/… […]

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