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Behörden erneut unfähig: BKA und Bundespolizei zu doof für digital?

Softwarepanne oder Unfähigkeit? Langsam wird es auch einigen Kritikern der staatlichen Überwachung peinlich, aber anscheinend sind sowohl BKA als auch die Polizei technisch nicht so ganz in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen und verballern stattdessen erneut Steuergelder in einer noch nicht veröffentlichen Größenordnung.

Erst das Armutszeugnis des BKA zum Bundestrojaner und jetzt kacken die staatlichen Behörden schon bei der internen Datenspeicherung ab und löschen eben mal so gespeicherte Telefongespräche, abgefangene E-Mails und ausspionierte SMS Kurzmitteilungen und Daten der Standortüberwachung von Mobiltelefonen… Nicht nur ein blöder Einzelfall in einer Behörde, sondern durchgehend und automatisiert seit mindestens 3 Monaten!

BKA und Polizei mal wieder Opfer der eigenen Fähigkeiten

Nochmal im Klartext: Weder Polizei, noch BKA oder eine andere Behörde ist hier Opfer eines Hackerangriffs oder eines plötzlichen Datenlecks geworden, sondern aufgrund einer offensichtlichen Fehlprogrammierung der staatlichen Superspezialisten wurden kontinuierlich alle gespeicherten Überwachungsdaten der ermittelnden Behörden unwiederbringlich gelöscht


Nach Angaben dieser hochspezialisierten Fachkräfte in den jeweiligen Behörden ist dies natürlich ein Einzelfall und die gelöschten Daten der Ermittlungen seien selbstverständlich auch nicht relevant – ganz sicher – ganz ehrlich – sagen in jedem Fall die Verantwortlichen…

Hier noch einige Berichte aus der Tagespresse, die sich ebenfalls mit der Datenpanne bei BKA und Bundespolizei beschäftigen:


Zur Intelligenz von BKA und Polizei in den Medien:

  • Software-Panne bei BKA und Bundespolizei
    “…nach Angaben eines beauftragten Wartungsunternehmens habe der Softwarefehler dazu geführt, dass vom 14. Dezember 2011 bis zum 10. Februar 2012 am BKA-Standort Wiesbaden Daten aus TKÜ-Maßnahmen des BKA und der Bundespolizei automatisiert gelöscht wurde…” (via: ftd.de)
  • Schwere Panne bei BKA und Bundespolizei
    “…von Dezember 2011 bis Februar 2012 waren Beweismittel in Ermittlungsverfahren gelöscht worden. Betroffen sind Daten aus der sogenannten Telekommunikationsüberwachung…” (via: welt.de)
  • Wichtige Daten versehentlich gelöscht
    “…knapp acht Wochen lang schickten BKA-Computer digitale Beweismittel nicht in ein Online-Archiv, sondern ins binäre Nichts. Schuld war ein Softwarefehler…” (via: handelsblatt.com)
  • BKA und Bundespolizei geben Datenverluste zu
    “…gelöscht worden seien Daten von abgehörten Telefongesprächen, mitgelesenen E-Mails, Kurzmitteilungen (SMS) und Telefaxen sowie der Lokalisierung von Mobiltelefonen (Funkzellenabfrage)…” (via: focus.de)

Auch wenn Polizei und BKA mit diese Unfähigkeit wahrscheinlich wieder Millionen an Steuergelden verpulvert haben, so konnte ich mir bei dieser erneuten Datenpanne der Überwachungsorgane ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen und wünsche den Schlapphüten weiterhin derart gute Erfolge…

2 Antworten

  1. Sascha sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    gibt es eigentlich Fälle, bei denen das BKA eine Auflösung kategorisch ablehnt, wenn es zum Beispiel um Disziplinarverfahren, ProNRW, NPD und Fremdenhass geht?
    Könnte dies der Fall sein, wenn es um Beamte und deren Erfüllungsgehilfen geht? Mir ist eine Gruppe Rechtsradikaler bekannt, die technisch sehr gut ausgerüstet sind, die Behörden wissen viel von dieser Gruppe, aber greifen nicht ein. Dieser Fall wird von höchster Stelle blockiert, um einen Riesen-Skandal zu verhindern. Man hört ja immer wieder, dass Behörden auf dem Rechten Auge blind sein könnten, aber dieser Fall ist unglaublich!!! Diese Gruppe hat sich als Behörde ausgegeben und viele Staatliche Stellen könnten darauf hereingefallen sein, deshalb ist eine Aufklärung vielleicht nicht erwünscht, gibt es so etwas???????

  1. 16. Januar 2013

    […] Willkommen im freiheitlichsten Staat auf deutschem Boden… Heute wurde bekannt, dass uns das Bundeskriminalamt mit einer privat entwickelten Spionagesoftware überwachen möchte und aus diesem Grund schon jetzt […]

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