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Asus Transformer Prime: Lob und Tadel für das neue Android Tablet

Asus Transformer Prime im Test: Seit nunmehr 3 Tagen habe ich das Asus Eee Pad Transformer Prime in der 64GB Version am Wickel und mittlerweile haben sich auch die ersten Stärken und Schwächen des Tablets gezeigt, die ich an dieser Stelle einmal etwas näher beleuchten möchte, denn sicherlich denkt der eine oder andere von Euch mittlerweile auch über die Anschaffung eines Android Tablets nach…

Noch ist das Asus Eee Pad Transformer Prime gar nicht richtig auf dem deutschen Markt angekommen, da die Nachfrage offenbar die Kapazitäten bei der Auslieferung des Android Tablets überstiegen hat, aber da ich zu Menschen gehöre, die das Prime bereits besitzen, komme ich natürlich auch nicht umhin, mich auch leider sehr kritisch zum neuen Android Flaggschiff aus dem Hause Asus zu äußern.

Asus Eee Pad Transformer Prime im Test: Vorteile des Transformers

Eines vorweg, das Asus Eee Pad Transformer Prime ist wohl mit Abstand das schnellste Tablet, das ich bisher in den Händen gehalten habe und dank des verbauten Tegra 3 Quad Core Prozessors von Nvidia gehen alle Abläufe schnell und flüssig von der Hand, was sich gerade bei den Android Spielen der neuen Generation bemerkbar macht.


Asus Transformer Prime Gehäuse und Verarbeitung: Auch die Verarbeitung des Tablets selbst macht einen stabilen und wertigen Eindruck, was auch durch die geringe Bauhöhe von nur 8,3 Millimetern unterstrichen wird und die Glasoberfläche geht ohne störende Kanten oder Absätze in das Aluminiumgehäuse über und, wie im ersten Artikel zum Asus Transformer Prime Test bereits geschrieben, verfügt das Android Tablet auch über ausreichend Anschlüsse, die dezent in den schmalen Rahmen des Gehäuses integriert sind.

Gerne hätte ich hier noch etwas zur Tastatur geschrieben, aber diese ist ja bekanntlich bei der 64GB nicht im Lieferumfang enthalten und aktuell wohl auch nicht lieferbar 🙁


Gewicht und Akkulaufzeit beim Transformer Prime: Das Gewicht von etwa 580 Gramm ermöglicht auch längeres Arbeiten, bzw. Nutzung als eBook Reader, ohne nennenswerte Ermüdung der Arme und bei der Akkulaufzeit hat Asus definitiv nicht übertrieben, denn trotz eingeschaltetem Super IPS+ Mode bei voller Helligkeit und dauerhafter WLAN Nutzung liegt der verbleibende Akkustand nach 3 Tagen immer noch bei über 30%, obwohl das Transformer Prime bis jetzt erst ein einziges Mal aufgeladen wurde.

Asus Transformer Prime Foto und Video: Die Kamera macht für ein Tablet erstaunlich gute Bilder, aber zeigt ihre wirkliche Stärke natürlich lieber bei Tageslicht und Sonnenschein, was aber bei einer derart geringen Bauhöhe wohl auch nicht anders zu erwarten sein darf und liefert im Vergleich sogar eine bessere Tiefenschärfe als das iPad 2 und kann hier auch bei der Geschwindigkeit punkten. Bei der Videoaufnahme in HD läuft die Speicherung ohne nennenswerte Verzögerung und auch die direkte Wiedergabe des Streams z.B. über den Samsung SE-208BW Optical Smart Hub direkt auf den TV klappt ohne Probleme und in guter Qualität.

Asus Transformer Prime im Test: bisherige Artikel zum Android Tablet

Asus Eee Pad Transformer Prime: Nachteile und Kritik am Android Tablet

GPS Probleme auf dem Asus Transformer Prime: Auch wenn die meisten Tablets aus technischen Gründen gar keine GPS Funktion anbieten, da die physische Bauart grundsätzlich zu Problemen führen kann und ein Korpus aus Aluminium zudem auch recht gut abschirmt, hätte hier Asus im Vorfeld besser testen können und nicht erst jetzt GPS ersatzlos aus der Liste der Spezifikationen für die WLAN only Variante des Transformer Prime streichen dürfen, ohne die bisherigen Kunden entsprechend zu informieren.

Der Sound des Eee Pad Transformer Prime: Der Sound des Asus Transformer Prime ist mit Kopfhörern als sehr gut zu bezeichnen, obwohl diese ja ebenfalls im Lieferumfang fehlen, aber im Gegensatz zu anderen aktuellen Tablet PCs hat Asus dem Transformer Prime leider lediglich nur einen einzigen Lautsprecher an der rechten unteren Seite spendiert, was beim Asus Eee Pad Transformer Prime leider nicht für ein berauschendes Klagerlebnis sorgt.

Asus Transformer Prime und die SD Karte: Obwohl der interne Speicher des Asus Transformer Prime mit 64GB als durchaus ausreichend zu bezeichnen ist, kann zusätzlich eine MicoSD Speicherkarte am linken Rand des Tablets eingeschoben werden. Warum eingeschobene SD-Karte aber im laufenden Betrieb fühlbar und störend ca. 0,5mm aus dem Gerät herausgucken muss, kann ich mir persönlich nicht erklären und verbessert nicht gerade das Handling des ansonsten sehr griffigen Tablets.

Asus Eee Pad Transformer Prime komplett ohne Zubehör: Wenn ich 599 Euro für ein Tablet ausgibt, so könnte man vielleicht erwarten, dass der Hersteller hier vielleicht etwas Zubehör beilegt, aber im Karton des Asus Transformer Prime ist weder eine 08/15 Tasche oder ein Kopfhörer, geschweige denn Ersatzladekabel etc. zu finden, da Asus uns hier lediglich ein Putztüchlein zugebilligt hat… bei diesem Verkaufspreis wirklich mehr als bescheiden!

Eee Pad Transformer Prime 3G kommt doch: Asus erklärte noch bis vor wenigen Tagen, dass es keine 3G Version des Eee Pad Transformer Prime geben werde, was jedoch inzwischen dementiert und sogar ein Erscheinungsdatum für das Asus Transformer Prime 3G genannte wurde – Da fühlt man sich als Käufer des Asus Transformer Prime in der WLAN Version natürlich irgendwie etwas verarscht…

Asus Transformer Prime im Test: Mein Fazit zum Android Tablet

Asus hätte mit dem Eee Pad Transformer Prime den Markt wahrscheinlich komplett aufrollen und auch Samsungs Vorherrschaft im Bereich Android Tablets gefährlich können, aber wochenlange Lieferengpässe, absolut kein Zubehör und eine undurchsichtige Produktpolitik haben mich persönlich erst einmal abgeschreckt, zumal man bei Asus Deutschland auch offenbar keine Lust hat, E-Mails von potentiellen Kunden bzw. Bloggern zu beantworten.

GPS Standortpositionierung ist für mich persönlich nicht unbedingt kriegsentscheidend, aber auch hier wieder berechtigte Kritik an der Informations- bzw. Marketingpolitik von Asus. Auch die nicht vollkommen durchdachte Soundwiedergabe hätte mich im Vorfeld nicht vom Kauf des Asus Eee Pad Transformer Prime abgehalten, zumal meine bisherigen Erfahrungen mit Hardware aus dem Hause Asus auch durchweg positiv zu bezeichnen sind, aber irgendwie bleibt bei einer Investition von 599 Euro leider ein recht fader Nachgeschmack!

Auch wenn das Android Tablet in den letzten 3 Tagen einige Pluspunkte sammeln konnte und ich auch noch gerne das Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich durchgezogen hätte, hat mich persönlich die Anzahl der bisherigen Kritikpunkte davon überzeugt, das Asus Transformer Prime wieder zurückzugeben, und mir zeitnah ein andere Tablet anzuschaffen…

Eigentlich schade, da mich das Konzept des Transformer Prime (zumindest in der Theorie) echt begeistert hat, da in der täglichen Anwendung Tablets ohne Tastatur keine wirkliche Alternative zum Notebook darstellen, aber vielleicht überdenkt Asus hier noch einmal seine Produkt- und Supportpolitik, bzw. reagiert nach meinem heutigen 3. Versuch zur Kontaktaufnahme – wir werden ja sehen, was in den nächsten Tagen passiert und natürlich halte ich euch hierzu auf dem Laufenden!

3 Antworten

  1. Peter sagt:

    Warum haben Tablet PCs so einen breiten Rahmen ums Display ?
    Mein 7 Jahre altes 12″ Notebook von Alienware hat um das Display 9 mm Rand !
    Wenn ich ein 10 Zoll Display kaufe soll – das Gerät nicht 14 Zoll groß sein !!!
    Ein Tablet PC ohne eingebautes 3G
    ist unterwegs nicht zu gebrauchen.

  1. 17. Mai 2013

    […] der Microsoft Surface Rechner ist übrigens auch nicht so richtig neu, denn z.B. das Asus Transformer Prime und das Acer Iconia gingen vor einiger Zeit ähnliche Wege, konnte mich aber leider auch nicht so […]

  2. 15. Juni 2013

    […] der Microsoft Surface Rechner ist übrigens auch nicht so richtig neu, denn z.B. das Asus Transformer Prime und das Acer Iconia gingen vor einiger Zeit ähnliche Wege, konnte mich aber leider auch nicht so […]

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