Todesfälle durch Käse von Lidl? Listerien Bakterien in Reinhardshof Käse
Mindestens 6 Tote durch verseuchten Käse: Erneut werden die Verbraucher vor dem Verzehr von Käse der Marke Reinhardshof gewarnt.
Der mit Listerien-Bakterien verseuchte Käse wurde in Deutschland von dem Discounter Lidl angeboten und wir warnten bereits im Januar 2009 vor den Risiken der Produkte vom Hersteller Prolactal in Österreich, welche nach Medienberichten die Produktion dieses Käses eingestellt haben soll.
Der Discounter Lidl nach den ersten Verdachtsfällen schnell reagiert und den Harzer Käse der Marke Reinhardshof bereits im Dezember aus dem Handel genommen, in Österreich seien nach Angaben von Lidl der mit Listerien verseuchte Käse zu keiner Zeit angeboten worden…
Reinhardshof Käse von Lidl: 6 Tote durch Käse des Herstellers Prolactal?
Aus Gründen des Verbraucherschutzes empfahl Lidl den Kunden, bereits gekauften Käse der Marke Reinhardshof nicht zu verzehren, sondern die Produkte in einer der Filialen von Lidl zurückzugeben. Die Kunden erhielten selbstverständlich den Kaufpreis erstattet.
Listerien führt bei den betroffenen Personen zu einer Listeriose-Infektion, welche zunächst wie eine Grippe beginnt und bei geschwächten Personen, Kindern und älteren Menschen aber zu Blutvergiftung und Hirnhautentzündung führen kann. Bei Schwangeren führt eine Infektion mit Listerien Bakterien nicht selten zu einer schweren Schädigung des Fötus.
Der Hersteller Prolactal verkaufte in Österreich ebenfalls eine Sorte Quargel-Käse, welche nach den jetzt bekannt gewordenen Todesfällen ebenfalls aus den Regalen verschwunden. Mindestens sechs Todesfälle in Deutschland und Österreich könnten auf das im Käse des oststeirischen Produzenten Prolactal gefundene Listeriabakterium zurückzuführen sein.
Der Hersteller Prolactal hat inzwischen eine Stellungnahme zu den Todesfällen veröffentlicht, welche aller Wahrscheinlichkeit nach durch den Verzehr von Käse aus der eigenen Produktion verursacht wurden…
Listerien Bakterien in Reinhardshof Käse von Lidl: Medienberichte
Tote durch verseuchten Käse
“…ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und dem Käse konnte erst jetzt hergestellt werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Wien: “Ein Mitarbeiter der Österreichischen Agentur für Gesundheits- und Ernährungssicherheit hat akribisch die Einkaufszettel der Erkrankten untersucht.” Verursacher waren Listerien, die für Lebensmittelvergiftungen berüchtigt sind…” (welt.de)
Mindestens sechs Tote durch bakterienverseuchten Käse
“…die beiden deutschen Todesopfer hat es nach Auskunft des Bundesverbraucherschutzministeriums in Baden-Württemberg gegeben. Wegen Infektionsgefahr hatte die Handelskette Lidl vor knapp drei Wochen vor dem Verzehr von zwei Käsesorten aus ihrem Sortiment gewarnt – es handelt sich um die Sorten “Reinhardshof, Harzer Käse” und “Reinhardshof, Bauernhandkäse mit Edelschimmel…” (focus.de)
Sechs Menschen sterben durch Bakterien im Käse
“…der Verzehr von bakterienbelastetem Käse aus österreichischer Produktion hat dem Wiener Gesundheitsministerium zufolge zwei Deutsche und vier Österreicher das Leben gekostet. Die Todesfälle ereigneten sich 2009. Produziert wurde der mit Listerien-Bakterien verseuchte Käse von der Firma Prolactal in der Steiermark…” (sueddeutsche.de)
Nach Todesopfern wiederholt Lidl Käse-Rückruf
“…Kunden und Konsumenten sollten den Rückruf der Lidl-Sorten «Reinhardshof, Harzer Käse» und «Reinhardshof, Bauernkäse mit Edelschimmel» des österreichischen Herstellers Prolactal GmbH «unbedingt beachten», teilte das Unternehmen am Dienstag in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) mit. Gewarnt wurden Verbraucher vor allem in Baden-Württemberg, Schleswig- Holstein, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern…” (zeit.de)
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Derzeit 6 Kommentare zum Artikel:
Todesfälle durch Käse von Lidl? Listerien Bakterien in Reinhardshof Käse
Ich kann nicht richtig verstehen, warum Lidl erst so spät reagiert hat. Die Warnung ging ja wirklich erst lange Zeit nach den ersten Krankheitsfällen raus. Ich habe durch diesen Fall das Vertrauen an die Lebensmittel-Discounter ein wenig verloren. Ich kann nur hoffen, dass man aus diesem Vorfall gelernt hat und demnächst beim ersten Verdacht schon eine Warnung ausspricht.
Kommentar von: Schüttguttechnik geschrieben am: Dienstag, 23. Februar 2010
Es ist leider nicht automatisch jeder Käse aus österreichischer Produktion mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet, denn dann wüßten die KonsumentInnen garantiert woher er kommt und hätten auch eine Qualitätsgarantie. AMA-Gütesiegel-Produkte müssen nämlich spezielle Anforderungen erfüllen, die über den gesetzlichen Vorgaben liegen. Für AMA-Gütesiegel-Käse bedeutet das u.a. ein permanentes Listerienmonitoring. Die allgemeine gesetzliche Grundlage schreibt einen Grenzwert vor, das AMA-Gütesiegel hingegen verbietet jegliches Vorkommen von Listerien rigoros.
Kommentar von: bleibgesund geschrieben am: Donnerstag, 25. Februar 2010