Stromnetzwerk: Netzwerk über die Stromleitung mit Devolo dLan 85 HSplus


Netzwerk über die Steckdose: Wer bei der Renovierung vergessen haben sollte, ausreichend Netzwerkkabel und Netzwerkdosen im Haus oder der Wohnung zu verlegen,  muss sich entweder mit WLAN zufrieden geben, oder kann seit einiger Zeit auch ein Netzwerk über die Stromleitung nutzen und somit seine Steckdosen netzwerkfähig machen.

Auch wenn es mittlerweile mehrere Anbieter für ein Stromnetzwerk gibt, haben wir uns für diesen kleinen Test, aufgrund diverser Empfehlungen, für ein dLAN Produkt der Firma Devolo entschieden und uns das sogenannte “Devolo Starter Kit” dLan 85 HSplus mit zwei HomePlug Adaptern besorgt.

Um es vorab zu sagen: Wider Erwarten funktioniert das Stromnetzwerk absolut einwandfrei und wir werden unser dLAN Netzwerk noch weiter ausbauen

Netzwerk über die Stromleitung: Lieferumfang Devolo dLAN 85 HSplus

Das Starter Kit der dLAN 85HSplus kostet etwa 80 Euro ist sowohl für Windows XP, Windows Vista und Windows 7 geeignet und die mitgelieferte Software läuft ebenfalls unter Linux sowie Mac OS X und beinhaltet zwei dLAN Adapter mit zusätzlich integrierter Steckdose zum Aufbau eines Stromnetzwerks.

Neben der dLan 85 HSplus Variante, könnt Ihr natürlich auch gleich die etwas teurere 200 Mbit/s kaufen, aber bei einer normalen 16.000er DSL Verbindung sollten eigentlich auch 85 Mbit in der Sekunde ausreichen, was in jedem Fall für Videostreams und normalen Netzwerktraffic ausreichen sollte

Zusätzlich sind noch 2 Ethernet-Kabel, eine Kurzanleitung sowie die entsprechende Software und das Handbuch auf CD vorhanden, welches jedoch für die Installation des Netzwerks über die Stromleitung nicht unbedingt notwendig ist, da das System eigentlich selbsterklärend und auch in wenigen Minuten installiert ist.

Um bei sich ein sogenanntes Stromnetzwerk einzurichten, sollte im Vorfeld sicher gestellt sein, dass sich zwischen den jeweiligen Steckdosen keine extrem hohe Dämpfung, oder vielleicht sogar ein Stromzähler befindet, denn ansonsten kann es eventuell zu starken Leistungseinbußen innerhalb des Netzwerks  kommen. Aus diesem Grund sollte man sich vielleicht auch gleich auch für die dLan 85 HSplus Variante mit integrierter Steckdose entscheiden, da hierbei auch keine wertvoller Steckdosenanschluss „vergeudet“ und eine eventuelle Leitungsdämpfung durch eingestöpselte Verbraucher verringert werden soll.

Ein Stromnetzwerk mit Devolo dLAN 85 HSplus installieren

Um die Kommunikation der Devolo Netzwerkadapter abzusichern und gegenüber Dritten zu verschlüsseln, müssen beide Geräte in die jeweiligen Steckdosen gesteckt werden, und der Master-Adapter via Netzwerkkabel mit dem Router verbunden werden. Hierbei empfiehlt es sich im Vorfeld die Security ID des zu verbindenden dLAN Adapters zu notieren, denn nach dem Start des dLAN Konfigurationsassistenten wird zuerst ein Passwort verlangt und zur Verschlüsselung des Datenverkehrs muss natürlich auch die vorher notiert Security ID des zweiten Adapters eingegeben werden.

Sobald die Software beide Adapter erkannt hat, könnt Ihr das Programm schließen und ein weiteres Netzwerkkabel an den zweiten Adapter anschließen und Euer neues Stromnetzwerk testen. Wir haben gleich nach der erfolgreichen Installation einen Netzwerk-Hub angeschlossen und können nun endlich auch auf Beamer, Mediabox und D-Box direkt zugreifen, ohne eine Kabel durch die Bude zu verlegen, oder eine auswendige WLAN-Lösung nachrüsten zu müssen und in Kombination mit dem FRITZ!WLAN Repeater – für den Laptop im Garten – auf jeden Fall eine lohnende Investition!

Wer ebenfalls Erfahrungen mit Stromnetzwerken bzw. einem Netzwerk über die Stromleitung gemacht hat, kann hier gerne einen Kommentar hinterlassen bzw. Fragen stellen.

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Verfasser 24. Dezember 2009 – 12:27 Uhr

  1. Derzeit gibt es schon 11 Kommentare zum Artikel:
    Stromnetzwerk: Netzwerk über die Stromleitung mit Devolo dLan 85 HSplus

  2. Ganz tolle Idee!

    Sind eigentlich Deine Stromleitungen in der Wand verdrillt? Wenn nein, dann sind deine Stromleitungen eine wunderbare Antenne…

    Spätestens wenn Deine örtliche Feuerwehr mal in Deiner Nähe eine Übung veranstaltet, werden Sie die Bundesnetzagentur damit beauftragen, den Funkstörer der Rettungskräfte-Funkanlagen zu lokalisieren…

    Frohe Weihnachten!

    By hans on Dez 24, 2009

  3. Kommentar vom Tutsi:
    @hans:
    Stromleitungen sind vor 4 komplett neu verlegt worden und laufen pro Abschnitt in den Räumen separat und sind natürlich geschirmt… Was bei 100 Jahre alten Stromleitungen in Altbauten passiert, können wir natürlich nicht sagen. Abgesehen davon müsste bei einem frei verkäuflichen Produkt der Hersteller auch auf diesen Umstand hinweisen – sofern dieses Risiko überhaupt besteht – wir haben davon jedenfalls noch nichts gehört…
    Frohe Weihnachten

    By admin on Dez 24, 2009

  4. Ich kann nur vor der Verwendung dieser Geräte warnen! Nicht umsonst werden diese immer mehr auch wieder aus dem Verkehr gezogen (siehe Schweden etc.). Diese Geräte verursachen teils erhebliche Störungen in anderen Funkdiensten und dies auch bei “neuer” Installation. Selbstverständlich merkt der Betreiber dieser Geräte dies erst, wenn dann die Bundesnetzagentur vor der Tür steht und die Geräte dann kostenpflichtig außer Betrieb legt :-)

    Michael

    By Michael on Dez 25, 2009

  5. Hallo zusammen,
    Also was “hans” und “Michael” hier schreiben ist absoluter Blödsinn, da die Strahlungen eines “Direct LAN” über die Stromleitung weit unter denen eines Mobiltelefons oder Babyrufs liegen und alle in Deutschland zugelassenen Geräte keine relevanten Störungen im Funk- oder UKW-Betrieb verursachen. Wir arbeiten in unserer Behörde selber mit einem dLAN Netzwerk und es gab noch nie Probleme! Wer hier etwas von “Ärger mit der Bundesnetzagentur” schreibt soll bitte mal einen existierenden Fall belegen bzw. seriöse Quellen für seine abstrusen Behauptungen nennen!
    Gruß und besinnliche Weihnachtstage an Team Tutsi und alle vernünftigen Besucher diese Blogs!
    Martin

    By Martin on Dez 25, 2009

  6. Tja,

    wenn man keine Ahnung dann einfach mal …. :-)

    Als Funkamateur mit über 35 Jahren Aktivität hatte ich schon mehrere Störfälle ähnlicher Art. Wer sich über solche näher Informieren möchte, dem empfehle ich mal auf die DARC-Seite zu gehen.

    Von wegen Babyphone etc. … mit einer solchen Leistung ist es überhaupt kein Problem rund um die Welt zu funken und dies machen diese “Störsender” (sprich PLC-Anwendungen) dann auch.

    Momentan habe ich hier einen ähnlichen Störfall mit meinem Nachbarn anderer Art. Vier LED-Leuchten im Garten (LED-Erdspieße von Conrad) stören hier auf 80 und 40 Meter mit extremen Pegeln. Auch dies wird wieder ein Fall für die Bundesnetzagentur. Die Industrie produziert halt viel Müll. Hauptsache es bringt Geld in die Kasse.

    Michael

    By Michael on Dez 25, 2009

  7. Hallo Martin,
    du meldest Deinen Nachbarn wegen LED-Leuchten in seinem Garten, weil es deine Ambitionen als Hobbyfunker stören könnte? Hast du nichts Besseres zu tun oder bist du so ein kleiner Korinthenkacker immer nur einen Grund sucht um sich in den Vordergrund zu stellen? Mal deinen Nachbarn gefragt oder ein Bier zu sammen getrunken? Wahrscheinlich nicht! Ich frage mal am Montag bei der Bundesnetzagentur nach ob Deine Aussagen auch nur in irgendeiner Form Bestand haben können! In meinen Augen hast du einfach nur keine Freunde und geilst dich an “bösen Nachbarn” und anderen glücklichen Menschen auf!

    By Melli on Dez 25, 2009

  8. Kommentar vom Tutsi:
    Ich bin zwar kein Elektriker oder Hobbyfunker, aber dennoch halte ich diese Bedenken gegen dLAN bzw. PLC Adapter für vollkommen übertrieben, da diese seit Jahren auf dem Markt sind und selbst nach Suchanfragen wie “dLan Störungen” oder “Stromnetzwerk Bundesnetzagentur” keine relevanten Treffer zu finden waren. IMHO stören sich wahrscheinlich nur vereinzelte Amateurfunker in irgendwelchen Mietskasernen an glücklichen Nerds, welche ihre Bude komplett vernetzen und Party machen, während sie selber – vereinsamt – am CB Funk sitzen und sich mit Frachtern in Taka-Tuka-Land unterhalten :-)

    By admin on Dez 25, 2009

  9. @admin:

    “…vereinsamt – am CB Funk sitzen und sich mit Frachtern in Taka-Tuka-Land unterhalten”..

    Einen weiteren Kommentar hierzu abzugeben wäre unter dem Niveau der meisten Funkamateure. Wenn jemand schon nicht den Unterschied zwischen Amateurfunk und CB-Funk kennt, wenn jemand nicht auch an andere Funkdienste denkt sondern nur mit der Sicht eines “normalen” Endverbrauchers, dann KANN derjenige selbstverständlich auch keine vernünftigen Sachverhalte anbringen. Tipp: Richtiges suchen im Internet hilft :-)

    Gruß Michael

    By Michael on Dez 25, 2009

  10. Ich kenne keine geschirmten Stromkabel. Bei bestimmungsgemäßer Nutzung (50 Hz Wechelstom) nach VDE 0100 stellt sich die Frage auch nicht. Lasse ich nun Frequenzen im Megahertzbereich auf Stromkabel los, mutieren diese zu Antennen. Je nach Ausbreitungbedingung sind diese Informationen weltweit zu empfangen und die Hacker freut es mal wieder mit Brutforce-Attacken ganze Netze zu knacken. Aus dieser Sichtweise erscheint mir dies mehr als bedenklich. Funkdienste genießen einen per Gesetz garantierten Schutz. CB-Funk ist m. E. kein Funkdienst

    By parsival on Dez 30, 2009

  11. Alles schön und gut mit den Netzwerk über Stromleitungen.Man sollte aber vor dem Kauf des Systems darauf achten, dass die verwendeten Steckdosen alle mit der selben Stromphase (bzw. im selben Stromkreis sich befinden) verbunden sind. In vielen Häusern sind die Steckdosenringe auf 3 Phasen aufgeteilt und es müsste erst ein Phasenkoppler vom Elektrofachmann installiert werden.Ansonsten ist eine Fuktion des Systems nicht gegeben.

    Gruss Torsten

    By Torsten on Jan 11, 2010

  12. “…und die Hacker freut es mal wieder mit Brutforce-Attacken ganze Netze zu knacken”

    scheinbar nicht viel ahnung vom netzwerk mit bruteforce hacken… Dazu braucht man mehrere tausend jahre und liegt nun auch gar nicht im interesse von den bösen hackern, denn es gibt ja noch WLAN mit WEPverschlüsselung der innerhalb einer halben stunde erledigt ist. und wenn die stromnetzwerke so eine weite reichweite haben, kann man eh nichts gescheites daraus ziehen, da alle die selbe frequenz haben und sich somit überlagern. sicherheit sollte also gegeben sein.

    By sebo on Mrz 27, 2010


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