FAZ Redakteur Richard Wagner pöbelt gegen Blogs

Frankfurter Allgemeine vs. Blogger: Wieder einmal können es die medialen Dinosaurier offenbar nicht ertragen, dass die Auflagen ihrer Gazetten dahinschmelzen und mittlerweile ein paar Onlinepublikationen höhere Werbeeinnahmen verbuchen können, als einige Presseerzeugnisse der Republik.

Richard Wagner und die BlogwarteIn der heutigen Ausgabe der FAZ poltert ein gewisser Herr Richard Wagner munter gegen die "teuflische Bloggerwelt" und schreibt sich unter der Überschrift "Lauter Blogwarte" offenbar den Frust von der gequälten Seele – das hätten wir dem doch eher niedlich aussehenden Richard Wagner gar nicht zugetraut…

Da ich mich definitiv weigere, eine Papierausgabe der FAZ käuflich zu erwerben, zitiere ich an dieser Stelle Dorin vom Tivoli-Blog, der ebenfalls über die literarischen Ergüsse des FAZ-Wagners berichtet, denn dieser schreibt in seinem "Blogwart-Artikel" wörtlich:

"…nervig ist auch, dass Internetfreaks sich in einer selbst angedichteten Herrlichkeit als mediale Avantgarde des 21. Jahrhunderts aufspielen und auf die traditionellen Medien herabschauen – ungefähr wie der Floh auf den Hund. Auch der holt sich seinen Content durch Saugen (…) der Blogger bleibt der arbeitsweltliche Asoziale, mit dem draußen keiner spielen wollte…"

Soso Herr Wagner, jetzt ist sich die FAZ nicht einmal mehr für Bild-Niveau zu schade…
Schon eine tolle Diktion: Menschen mit Ungeziefer zu vergleichen und dann auch noch das tolle Wortspiel mit dem Blockwart, vielleicht schenke ich Herrn Wagner zu Weihnachten ein Probeabo der "Deutschen Nationalzeitung" (kein Link!) , dort wird offenbar ein ähnlich bescheidener Schreibstil gepflegt..

Natürlich ist der Leserkreis der FAZ so gigantisch groß, dass sich das Blatt auch gar nicht dafür zu schämen braucht, wenn der geneigte Leser EINEN Onlineartikel der FAZ schlappe 2,00 Euro berappen darf.

Hierzu ist auf den Seiten der FAZ folgende "Bedienungsanleitung" zu finden:
"…dieser Beitrag ist für eingeloggte Abonnenten der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung frei zugänglich. Sie können sich in der linken Spalte direkt einloggen. Auch wenn Sie die F.A.S. nicht abonniert haben, können Sie diesen Beitrag zum Preis von 2,00 € für 24 Stunden nutzen…"
(Quelle und Originaltext: FAZ)

Schon sehr geil, diese frei zugängliche Informationsflut, aber für Euch gottgleichen Schreiberlinge sind wir doch sowieso nur Vollidioten…

Sehr geehrter Herr Wagner,
wenn es Ihre knapp bemessene Zeit erlaubt, würde ich mich über ein Statement Ihrerseits sehr freuen.
Natürlich werden Ihre Zeilen an dieser Stelle unzensiert und in voller Länge veröffentlicht!

Aber ich denke, Sie haben nicht den Mut, sich einer offenen (und zensurfreien) Diskussion zu stellen

Mit freundlichen Grüßen,
ein dummer Internetfreak


Siehe hierzu auch folgende

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Dieser Artikel wurde am 3. November 2008 – 15:31 Uhr durch die Redaktion von Tutsi.de veröffentlicht und wer zu allen Themen auf Tutsi.de schnell und aktuell informiert werden möchte, sollte natürlich unseren RSS Newsfeed abonnieren und uns bei Twitter und auf Facebook folgen...

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  1. Derzeit 7 Kommentare zum Artikel:
    FAZ Redakteur Richard Wagner pöbelt gegen Blogs

  2. Wer da wohl asozial ist bei solchen Aussagen! :)

    Kommentar von: Starreporter geschrieben am: Montag, 3. November 2008

  3. Wagner zitiert: “Ein Publizist ist ein arbeitsloser Journalist.” Dann folgert er: “Ein Blogger ist ein arbeitsloser Publizist”. Wir dürfen schliessen: “Wagner ist ein angestellter phantasieloser Blogger.”

    Kommentar von: Hans geschrieben am: Dienstag, 4. November 2008

  4. Hallo,

    wäre ich Trappatoni würde ich fragen: Was erlauben Wagner! Wäre ich ein bekannter Fussballspieler würde ich ihm einen Finger zeigen, ich bin aber ein Blogger, von daher schreibe ich darüber…

    In meinem privaten Blog habe ich dann auch mal öffentlich Stellung zu Richard Wagner´s Ergüsse genommen und einen öffentlichen Brief gebloggt.

    Gruß,
    Jens

    Kommentar von: Jens geschrieben am: Dienstag, 4. November 2008

  5. Ich finds cool :-)
    Über Blogger lästern und den Artikel als Paid Content anbieten. Das hat schon was :-)

    Kommentar von: Torsten geschrieben am: Mittwoch, 12. November 2008

  1. 3 Trackback(s)

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